Die Sitzung des Ortsrats Adensen begann mit einer Schweigeminute zum internationalen Holocaust-Gedenktag. Ortsbürgermeister Oliver Riechelmann war dies ein Anliegen: „Gerade bei der weltpolitischen Entwicklung ist es offensichtlich wichtiger denn je, dass wir nicht vergessen, was passiert ist. Und dass man Demokratie nicht als selbstverständlich nehmen sollte.“
Zur Sitzung waren wieder interessierte Bürgerinnen und Bürger gekommen, die unter anderem Fragen zum Ausbau Hallerburger Straße und zum geplanten Dorfladen „Unser Schopp“ mitgebracht hatten. Ortsbrandmeister Stefan Thiel fragte nach dem Stand zum Bau des neu-en Feuerwehrgerätehauses für die Ortswehr Adensen-Hallerburg. Es gibt einige Themen, die Adensen und Hallerburg beschäftigen, jedoch konnten am Dienstagabend nicht alle Fragen geklärt werden – auch sehr zur Unzufriedenheit der Ortsratsmitglieder.
Bestes Beispiel: das Dauerthema Ausbau Hallerburger Straße/Neustadt. Verwaltungsmitarbeiter Wilhelm Schneider berichtete von der Information des Landkreises Hildesheim, dass nun doch keine Ausgleichsflächengefunden wurden. Was zu absolutem Unverständnis bei den Ortsratsmitgliedern führte. „Erst gab es Ausgleichsflächen und jetzt auf einmal wieder nicht. Man fühlt sich langsam veräppelt“, so Riechelmann. Nina Wintjes erklärte: „Es gibt die Möglichkeit der Ersatzgeldzahlung, das hatte ich auch vor längerer Zeit schon einmal angeregt. Meine Bitte an die Gemeinde ist, das mit dem Landkreis zu besprechen.“
Hinsichtlich der Kreisstraße 505 und der dort aktuell noch geltenden Tempo 50-Zone, habe die Gemeindeverwaltung noch keine Antwort vom Landkreis erhalten, wie es dort weitergehen soll, informierte Schneider.
Leider geht es auch beim Dorfladen „Unser Schopp“ nicht ganz so schnell, wie von den Ortsratsmitgliedern gewünscht. Dieser soll auf dem Gelände des neben der Turnhalle angrenzen-den Spielplatzes entstehen, aufgrund von Änderungen, die die Spielgeräte zum größten Teil passend mit einbeziehen, sei der Architekt noch nicht ganz fertig. Der Bauantrag werde dann gestellt und die Abonnements schon verschickt, um Zeit zu gewinnen, berichtete Ortsbürger-meister Riechelmann. „Wir haben 102 Prozent und erwarten, dass der Laden kommt“, betonte Helmut Hinrichs. Dahla Opitz erklärte: „Es ist im Moment unsere beste Chance. Die Abos werden erst rechtsgültig, wenn es den Laden gibt und die Regale befüllt sind.“
Die Entscheidung, ob die Ortswehr ein neues Feuerwehrgerätehaus bekommt, sei noch nicht gefallen, so Schneider. Der Rat hat die Entscheidung über eine Priorisierung des Baus in Barnten oder Adensen an das Gemeindekommando übertragen (die LDZ berichtete). Nicole Dombrowski erklärte: „Das Gemeindekommando muss nun entscheiden. Wir können nicht zwei Gebäude in einem Jahr bauen.“ Das nächste Treffen des Gemeindekommandos sei für den 19. Februar angesetzt, so Dombrowski.
(Quelle: Tina Warneke, LDZ, 29.01.2026)