Was bereits im Frühjahr des vergangenen Jahres als Idee aufkam, wurde jetzt umgesetzt − denn auch die Mitglieder stehen hinter der Entscheidung: „Wir sind zusammengewachsen“, sagt Guido Sackmann aus Rheden. Die Wählergemeinschaft (WGL) Gronau und die Wählergemeinschaft Duingen sind jüngst fusioniert.

Als Vorsitzender der neuen „Wählergemeinschaft Leinebergland“ wurde Wolfgang Schulz aus Duingen gewählt, der auch den Vorsitz bei der früheren Wählergemeinschaft Duingen innehatte. Ihm zur Seite steht als zweiter Vorsitzender Christoph Meyer aus Betheln. Schriftführer ist Alexander Stahlmann aus Weenzen, Kassenwart Walter Füchsel aus Duingen. Als Beisitzer fungieren Guido Sackmann aus Rheden und Martin Gründel aus Coppengrave.

Noch nicht besetzt wurde das Amt eines weiteren Beisitzers, der aus dem Bereich Eime kommen sollte, wie Schulz erläutert. Seit der Gründung der Wählergemeinschaften als WGL mit Ortszusatz im Jahr 2014 – also vor der Fusion der ehemaligen Samtgemeinden Duingen und Gronau zur Samtgemeinde Leinebergland im November 2016 -, hatten diese fast gleich-lautende Satzungen, waren in der Abwicklung aber komplett getrennt. 2016 trat die WGL in den jeweiligen Orten zur Wahl im Flecken Duingen und in der Stadt Gronau an und zog mit mehreren Mandaten in den jeweiligen Rat ein. Im Verlauf der Zeit sei es für alle politischen Gremien und Gruppierungen schwieriger geworden, Menschen zu motivieren, die sich tat-sächlich einbringen möchten, so Wolfgang Schulz. Vor diesem Hintergrund hätten sich die WGL Duingen und WGL Gronau ausgetauscht und entschieden, „eine WGL innerhalb der Samtgemeinde zu bilden und den Verlauf über die entsprechenden Mitgliederversammlungen vorgenommen“, wie Schulz im Beisein des Vorstands der neuen WGL berichtet. Es seien alle notwendigen Abschlüsse der jeweiligen WGL durchgeführt und eine neue Satzung entworfen worden. Im Februar haben 23 anwesende Mitglieder dann die Fusion zur neuen WGL beschlossen. Das Ergebnis der Gründungsversammlung sei allen Mitgliedern schriftlich mitgeteilt worden − mit der Möglichkeit, den Austritt zu erklären. „Davon hat aber keiner Gebrauch gemacht“, wie der neue Vorstand erfreut feststellt, dass die Mitglieder hinter diesem sinnvollen Zusammenschluss stehen. Zum 1. März wurden 41 Mitglieder verzeichnet. Ziel der Fusion ist laut neuem Vorstand, die Kräfte zu bündeln − es soll so keine unnötigen Doppelstrukturen mehr geben. Mit Blick auf die Kommunalwahl im September ist die WGL bestrebt, für die Räte in allen drei Mitgliedsgemeinden und den Rat der Samtgemeinde Leinebergland anzutreten. „Für den Kreistag werden möglicherweise Kandidaten auf der Liste der Unabhängigen antreten, deren Mitglied wir sind und über die wir im Landkreis vertreten werden“, erläutert Schulz. Auch die neue WGL stehe für die „Politik vor Ort“, die man im Auge behalten und projektbezogene Arbeit leisten möchte. „Es gibt kein persönliches Streben in die höhere Politik“, betont Schulz. Insbesondere möchte man die Finanzen im Blick behalten, wie Christoph Meyer betont. Wissend, dass die Kommunen bei der Vielzahl der übertragenen Aufgaben schon grundsätzlich unterfinanziert sind, ist es aus Sicht der WGL wichtig, „ganz klare Prioritäten zu setzen“. Heißt? „Eingesetztes Geld muss für Pflichtaufgaben richtig und sparsam ausgegeben werden, damit überhaupt noch geringe Spielräume verbleiben, die dazu dienen, den eigenen Bereich lebenswert gestalten zu können“, so Schulz. Der Vorsitzende betont jedoch, dass man keine Verhinderungspolitik betreiben wolle. Dass man in der Region einen attraktiven Standort vorweisen kann, sagt Meyer. Und diesen möchte man auch künftig attraktiv vorhalten, so der zweite Vorsitzende. Weitere Mitstreiter seien willkommen.
(Quelle: Mareike Ehlers, LDZ 21.03.2026)