In der Ortschaft Burgstemmen funktioniert das Zusammenspiel von Ortsrat, Vereinen und Kirche gut, wie Ortsbürgermeister Ulf Moldenhauer beim Jahresgespräch mit der LDZ-Redaktion feststellt. „Es ist toll, dass sich immer wieder Ehrenamtliche finden, die im Vorstand von Vereinen mitwirken wollen. Bei den meisten Vereinen im Ort klappt es, das ist nicht selbstverständlich. Und nur wenn viele Bürgerinnen und Bürger mit anpacken, kann eine Dorfgemeinschaft bestehen und wachsen“, betont der 54-Jährige.

Er selbst arbeite gern im Ortsrat mit und nehme sein Amt als Ortsbürgermeister mit Freude wahr. „Ortsbürgermeister zu sein, macht mir Spaß, weil ich gemeinsam mit den Ortsratsmitgliedern und Bürgerinnen und Bürgern etwas für Burgstemmen bewirken kann. Schön ist auch die gute und unkomplizierte Zusammenarbeit im Ortsrat“, so Ulf Moldenhauer.

Er habe bei der vergangenen Kommunalwahl gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen von der Wählergemeinschaft „Zukunft Burgstemmen“ den Ortsrat vervollständigen wollen, der zu der Zeit nur aus fünf statt sieben Personen bestand. „Wir von der Wählergemeinschaft stellen uns alle wieder zur Wahl im September, auch die SPD ist dabei, ihre Liste aufzustellen. Wir suchen aber auch noch weitere Mitstreiter, die sich für die Arbeit im Ortsrat interessieren, gern auch jüngere“, wirbt der Ortsbürgermeister für Engagement in der Kommunalpolitik.

Apropos jüngere Mitbürger: Eines der Highlights im vergangenen Jahr sei der Anbau an die St. Michaelis-Kindertagesstätte gewesen. „Das ist eine Zukunftssicherung für den Ort. Im Hinblick auf die Platzmöglichkeiten ist es gut gelöst worden, die Parkplatzsituation lässt sich nicht ändern“, zeigt sich Moldenhauer erfreut über den zusätzlichen Platz für die Jüngsten in Burgstemmen. Für Familien mit oder ohne Kinder würde er sich wünschen, dass es auch mehr finanziell erschwinglichen, neuen Wohnraum im Ort geben würde. „Die Situation im Baugebiet Mühlenweg ist nicht zufriedenstellend. Es dort länger nichts passiert. Sehr schade: Jetzt haben wir nach längerer Zeit wieder ein Baugebiet, aber offensichtlich geht das Angebot wohl an den Wünschen der Bürgerinnen und Bürger im Ort vorbei.“

Wünsche helfen dem Ortsrat und den Burgstemmern beim Thema Ortsumgehung definitiv nicht. „Ich habe schon viele Briefe und E-Mails an die Straßenbauer geschrieben – aber mit keinem für uns zufriedenstellenden Ergebnis. Wir warten auf das Ende der Raumverträglichkeitsprüfung“, berichtet der Ortsbürgermeister vom Dauerthema Bundesstraße 1 in Burgstemmen.

Wesentlich erfreulicher seien die Entwicklungen auf Gemeinschaftsebene im Ort. Auch Neuerungen wurden gut angenommen, so Moldenhauer. „Das erste Mal fand eine Neubürgerbegrüßung im Sportheim statt, bei der sich alle Vereine vorgestellt haben. Es war richtig gut besucht, es kamen auch 30 Neubürgerinnen und Neubürger – jetzt hat man auch Gesichter zu den Namen. Ein voller Erfolg für den Ort“, blickt Moldenhauer zufrieden auf das vom Ortsrat organisierte und mit Ortsratsmitteln ausgerichtete Fest zurück. Zudem habe es wieder zwei Jubilarfeiern mit Programm im Juni und November ebenfalls im Sportheim gegeben, die beide guten Zuspruch fanden. „Beim Umwelttag haben rund 50 Personen mit angefasst. Es hat sich in den vergangenen Jahren entwickelt, dass auch viele Kinder dabei sind. Es wird wirklich gut geholfen“, so der Ortsbürgermeister. Dank der Jugendfeuerwehr habe zu Weihnachten auch der von ihr im Rahmen einer Baumpflanz-Challenge gepflanzte Tannenbaum an der Mehrzweckhalle wieder gefunkelt. Neben den regelmäßig stattfinden Veranstaltungen und Feiern im Ort, die auch in diesem Jahr wieder ausgerichtet werden, habe es auch zusätzliche Höhepunkte im Dorfleben gegeben, die von engagierten Bürgerinnen und Bürgern auf die Beine gestellt wurden, wie das „Kleine Bierfest“ oder das Maislabyrinth: „Dass das so nachgefragt wurde, habe ich nicht erwartet. Tolle Sache, in diesem Jahr soll es wieder losgehen. Auch das ´Große Bierfest‘ ist in Planung. Eines der Highlights gleich zu Beginn des Jahres war die Rodelaktion der Feuerwehr“, so Moldenhauer. Laut seinem Kenntnisstand können die Burgstemmer wohl bald griechisch essen gehen – im ehemaligen „Zum Leineufer“ soll ein griechisches Restaurant eröffnen. Stillstand ist in der Ortschaft Burgstemmen jedenfalls auch 2026 nicht zu erwarten.

Quelle Text: Tina Warneke, LDZ 24.01.2026