Seit 15 Jahren schon ist Hans Jürgen Pompetzki Ortsvorsteher von Hallerburg – worauf auch das Holzschild an seinem Grundstück, das er einmal von Hallerburger Bürgerinnen und Bürgern geschenkt bekommen hat, hinweist. Diese müssen sich jedoch ab der Kommunalwahl im September auf einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin einstellen, wie Pompetzki beim Jahresgespräch mit der LDZ-Redaktion erklärt. „Ich habe mir vorgenommen, als Ortsvorsteher von Hallerburg aufzuhören und bei der kommenden Kommunalwahl nicht mehr an-zutreten. Es hat mir viel Freude bereitet, aber jetzt ist es genug, auch in meinem Alter“, erzählt der 79-Jährige. „Ich habe damals durchgesetzt, dass es auch den Posten eines Stellvertreters gibt, das hat mit der Gemeinde gut geklappt“, erinnert er sich. Aktuell bekleidet das Amt der stellvertretenden Ortsvorsteherin Sylvia Tschirner.
Pompetzki wird auch in diesem Jahr sein Haus wieder als Wahllokal für die Wählerinnen und Wähler zur Verfügung stellen. Auf das vergangene Jahr blickt der Hallerburger Ortsvorsteher mit Freude zurück, hat sich doch für den Ort Positives ergeben: „Wir konnten endlich die Einweihung der neuen Hallerbrücke feiern. Man hat ja nicht mehr daran geglaubt, dass sie überhaupt noch gebaut wird. Aber der Wechsel von Maik Götze als Erster Stadtrat zur Stadt Springe hat viel bewirkt, er hat sich richtig für den Bau eingesetzt“, meint Pompetzki. „Die Einweihungsfeier bei tollem Wetter, bei der Hallerburg für die Getränke und Nordstemmen für Gegrilltes gesorgt hat, war richtig gut besucht“, so der Ortsvorsteher, der sich freut, dass an diesem Tag eine schöne Spendensumme für die Jugendfeuerwehr Adensen-Hallerburg gesammelt werden konnte.
Der Verbindungsweg werde insgesamt von Fußgängern und Radfahrern gut angenommen, berichtet der Hallerburger Ortsvorsteher. „Der Weg auf der Eldagser Seite ist nur rund einen Meter breit, das war die Vorgabe. Er muss freigeschnitten werden, bisher habe ich mich da-rum gekümmert, damit man gut durchkommt. Auch ein Baum war umgefallen“, erzählt er. Für die Dorfgemeinschaft habe es mit dem traditionellen Neujahrsempfang und der Seniorenfeier, die der Ortsrat Adensen, die Kirchengemeinde und der Ortsvorsteher Pompetzki gemeinsam ausrichten, wieder zwei schöne Gelegenheiten zur Zusammenkunft gegeben, so Pompetzki. „Beim Neujahrsempfang ist immer eine große Beteiligung, dieses Jahr waren sogar noch mehr Gäste da als Anfang 2025.“ Der Termin war aus Sicherheitsgründen wegen des Wintereinbruchs verlegt worden. Apropos Winter: „Die Gemeinde hat meiner Meinung nach in diesem Jahr guten Winterdienst geleistet. Es hat gut geklappt“, findet Pompetzki lobende Worte für das Winterdienst-Team des Bauhofs. Weniger begeistert ist Pompetzki von den Baustellen, bedingt durch den Ausbau der Abfahrt an der Bundesstraße 3. „Es ist nicht so schön. Aber es ist gut, dass eine neue Einfahrt in den Ort Adensen kommt. Wir wollen natürlich hoffen, dass nach Fertigstellung nicht mehr Lastwagen als üblich durch Adensen rollen“, so der Ortsvorsteher, der in der Bauphase schon etliche Lastwagen in Hallerburg gesehen hat, die dort nicht weiterkamen und drehen mussten. „Die Bevölkerung in Hallerburg hat sich verjüngt. Es sind einige Neubürger, auch mit Familien, in den Ort gezogen,“ freut sich der Ortsvorsteher. Eventuell haben diese ja Lust, sich der seit vielen Jahren bestehenden Boule-Spiel-Tradition in der Ortschaft anzuschließen. „Es hat auch in 2025 wieder viel Spaß gemacht. Start ist immer mit einem Angrillen am Bouleplatz, das findet natürlich auch in diesem Jahr wieder statt. Vorher richten wir die Bahn her und dann kann es regelmäßig an jedem dritten Sonntag im Monat in der Boule-Saison 2026 an den Start gehen“, freut sich Pompetzki auf viele schöne Spiele in Gemeinschaft, der sich auch immer wieder neue Spieler anschließen würden. Als Ersatz wurde im Winter in den vergangenen Jahren schon dreimal geboßelt, so auch Anfang 2025: „Es gab dazu Glühwein und Schmalzbrot. Wenn ich nicht mehr Ortsvorsteher sein werde, würde ich das Boule-Spiel im Ort trotzdem gern weiter organisieren“, blickt Pompetzki nach vorn und macht ein Angebot. „Man wird sehen, was passiert“, sagt Hallerburgs Ortsvorsteher Hans Jürgen Pompetzki.
(Quelle: Tina Warneke, LDZ 30.01.2026)