Fusion

Zur möglichen Fusion mit der Stadt Elze gab es in der letzten Ratssitzung eine „Aktuelle Stunde“. Ein halbes Jahr ist seit Beginn der Fusionsgespräche vergangen. … „Die Fakten liegen auf dem Tisch. Und auch wir möchten, dass wir eine Einheitsgemeinde werden, wenn wir fusionieren“, sagte Hajo Ammermann dazu. Sein Parteikollege Christoph Bauch fasste zusammen, dass sich alle Fraktionen einheitlich für die Bildung einer Einheitsgemeinde ausgesprochen hatten, sofern es zur Fusion mit Elze kommen sollte. Er stellte daraufhin den Antrag, während der nächsten Ratssitzung im September den Beschluss zu fassen, nur in Fusionsverhandlungen einzutreten, wenn eine Einheitsgemeinde das Ziel ist. Einstimmig folgte das Gremium seinem Vorschlag. (Quelle: LDZ 04.07.2019)

Entwicklung in Adensen/Hallerburg

Im Landhaus Adensen trafen sich Politik- und Vereinsvertreter um über die Herausforderungen von Adensen und Hallerburg zu diskutieren. Ortsbürgermeister Oliver Riechelmann wies bei dem Treffen zum wiederholten Male darauf hin, dass es wichtig sei, dass der Ort ein Baugebiet bekommt. Angesprochen wurde auch das Thema Mobilität. … Für eine bessere Verbindung zwischen den Ortschaften der Gemeinde Nordstemmen favorisiert Norbert Pallentin einen Bürgerbus, einen Neunsitzer, der durch die Dörfer tourt. Nicht nur vor dem Hintergrund des jüngst eingestellten nächtlichen Anrufsammeltaxis bleibt die entscheidende Frage nach der Akzeptanz. „Wird der auch angenommen?“, zeigte sich Jobst Gercke skeptisch. Ob ÖPNV, Dorfladen, Vereine oder Veranstaltungen: Das Angebot muss von der Bevölkerung auch genutzt werden. Man treffe auf Veranstaltungen immer dieselben Leute, hat Gercke beobachtet. Der Kommunalpolitiker und TTC-Vorsitzende brachte die Frage auf: „Wie kriege ich die, die nur hier schlafen?“ Eine Lösung hatte niemand parat. Das Kernproblem ist aus Sicht des stellvertretenden Ortsbrandmeisters, Stephan Mauska, ein gesamtgesellschaftlicher Wandel. Für viele sei das Dorfleben „nicht mehr so das Nonplusultra“ im eigenen Lebensentwurf. Oliver Riechelmann ergänzte: „Die, die aktiv werden wollen, sind es.“ Zu dem gesellschaftlichen Wandel gehöre auch eine gewisse Widersprüchlichkeit. Der Ortsbürgermeister zeigte sich verwundert, dass sich Bürger auf der Informationsveranstaltung zum Thema Fusion für den Erhalt der Ortsräte stark machen. Auf der anderen Seite finde sich aber kaum noch jemand, der auch zu einer Kandidatur und politischer Arbeit in dem Gremium bereit sei. Ein anderes Beispiel brachte Norbert Pallentin auf den Tisch. Ihn ärgere das in der Bevölkerung herrschende Desinteresse. Viele rührten sich erst, wenn sie selbst betroffen seien, bedauerte der Gemeindebürgermeister,  „und dann gibt es ein Riesengeschrei. Schade.“ (Quelle: LDZ 22.06.2019)

Aus dem Rat

Der Finanzausschuss war geteilter Meinung hinsichtlich eines Antrags der Grünen zur Einrichtung eines Klimaschutz-Fonds für neue Baugebiete. Angedacht ist, den Kaufpreis je Quadratmeter um 10 € zu erhöhen. Aus den zusätzlichen Erlösen soll ein eigenständiger Fonds gebildet werden. Christoph Bauch wandte ein, dass für ein kleines Baugebiet wie das jetzige (Korbmacherstraße in Nordstemmen) der Verwaltungsaufwand viel zu groß wäre. Auch müsse die Entscheidung für alle folgenden Baugebiete getroffen werden. Die Verwaltung wird nun die Idee prüfen und bewerten. (Teilzitat: LDZ 20.06.2019)

20.06.2019

Markt

Der Ortsrat in Adensen hat sich bemüht einen Ersatz für “Langes Dorfladen” zu finden. Bereits ab dem 29.05.2019 steht jeden Mittwoch von ca. 14-15 Uhr Francesco Tineo mit seinem Marktwagen auf dem Thie. Angeboten werden verschiedene Lebensmittel wie Eier, Obst- und Gemüsesorten, je nach Bestellung auch Geflügel-Produkte. Das Angebot könnte nach Bedarf noch erweitert werden. “Wir versuchen so noch mal irgendwie ein Angebot auf die Beine zu stellen”, so Riechelmann.

28.05.2019

„Man ist das Thema leid“

Adenser müssen länger auf Ausbau der Dorfstraße warten

Auch in diesem Jahr wird es mit der Sanierung der Adenser Dorfstraße voraussichtlich nichts. Das teilte Verwaltungsmitarbeiter und Ortsratsbetreuer Pascal Dißmer im Rahmen der Ortsratssitzung mit und stieß dabei auf viel Unbehagen. Grund dafür, dass die Maßnahmen sich weiter verzögern, sind vor allem die diversen Kanalarbeiten. Doch für den Ortsrat ist der Zustand der Dorfstraße nicht weiter hinnehmbar. Die großen und tiefen Schlaglöcher stellen nicht nur eine Gefahr für Autofahrer, sondern auch für Kinder dar, die dort mit ihren Kinderfahrzeugen unterwegs sind. Auch sei es nur eine Frage der Zeit, bis ein Autofahrer den ersten Steinschlag in der Scheibe hat. „Man ist das Thema im Ortsrat leid, es läuft seit zwei Jahren. Die Gemeinde kommt ihrer Verpflichtung nicht nach. Kanalbefahrungen hin oder her, die Verwaltung muss endlich eine Lösung finden“, kritisierte Jobst Gercke und plädierte im schlimmsten Fall für eine Notfallsanierung der Straße. Nachdem seit April der ruhende Verkehr in Adensen überwacht worden war, gab Pascal Dißmer nun auch die Ergebnisse bekannt. So gab es insgesamt elf Parkverstöße – drei davon allein auf der Adenoyser Straße.

Auf die Frage einer Bürgerin, wie der Adenser Ortsrat zum Thema Fusion stehe, wollte man sich noch nicht positionieren. „Es ist schon eine schwierige Thematik für die Leute, die sich aktuell damit beschäftigen. Für den Laien ist es aber noch schwieriger. Als Ortsrat haben wir uns deshalb entschieden, keinen Input zu geben“, so Riechelmann.

Nachdem sich Anwohner der Straße „Am Mühlenfeld“ mit der Bitte an den Ortsrat gewandt hatten, eine Geschwindigkeitsmessanlage aufzustellen, stimmten die Ortsratsmitglieder schließlich dafür.

Weiterhin entschied man über die Prüfung eines möglichen Stromanschlusses am Festplatz. „Bisher wurden bei Dorffesten immer Bauverteiler aufgestellt, ein Anwohner hat seinen Strom zur Verfügung gestellt. Doch ewig wird das nicht so weitergehen, und es muss eine andere Lösung gefunden werden. Nun sollen der Standort geprüft und ermittelt werden, welche Leistungszahl dort nötig ist und welche Kosten entstehen würden“, so Oliver Riechelmann. (Quelle Text+Bild: LDZ 23.05.2019)

Leserbrief

Leserbrief aus der LDZ vom 16.04.2019:

Bürgerbegehren – allein der Begriff ist schon spannend. Dieser so oft zitierte Bürger, der immer dann Erwähnung findet, wenn er als Synonym für die Gesamtheit aller Einwohner herhalten muss, begehrt etwas. Will laut Initiatoren des Fusionsbegehrens nicht weniger als die Demokratie „leben“. Ein Traum. Alle machen mit. Alle bringen sich ein. Einwohnerfragestunden platzen aus allen Nähten. Toll. Wäre schön. Leider sieht die Realität anders aus. Für die Ratsherr*innen (m/w/d) lebt dieser „Bürger“ meist unsichtbar. Ist vermutlich gerade auf seinem Sofa oder im Garten, wenn stundenlange Ausschusssitzungen, langwierige Arbeitskreise oder zähe Ratssitzungen stattfinden. Verständlich. Nur die wenigsten haben Lust, ihre Freizeit ehrenamtlich für die Allgemeinheit einzusetzen, sich mit Dingen zu beschäftigen, die „keine Sau“ interessieren und doch wichtig sind. Fakten und Daten zusammentragen, abwägen, leidenschaftlich diskutieren, nur um am Ende aller Tage doch feststellen zu müssen, dass man keine Mehrheit für seine Meinung zusammenbekommt. Mühselig, oft brotlose Kunst und als Reaktion darauf maximal Leserbriefschreiber, die zwar nie da sind, einem vom Sofa aus aber Wirtschaftsmodelle, Geldverschwendung und den eigenen Antrieb für die Motivation zum Machterhalt erklären. Sehr löblich. Wie herrlich einfach ist es da, ein Bürgerbegehren anzuschieben, die Demokratie auf eine einzige Frage zu reduzieren, die eindeutig mit Ja oder Nein zu beantworten ist. Bei der Fusion lautet sie sinngemäß: „Sind Sie dafür, dass Sie dagegen sind?“. Eine Frage für die Ewigkeit! Wie ein Leitbild. Geht immer und holt die Bürger ab. Laut Herrn Günter Lassen geht es um fehlende Transparenz, falsche Zahlen und  Steuererhöhungen. Schwere Vorwürfe. Spätestens, wenn seine Mitstreiter noch eine mögliche Schließung des Freibads in die Waagschale werfen, haben sie den Bürger. Dagegen! Aufregung unabhängig feststehender Fakten. Während alle Ratsmitglieder noch in Arbeitskreisen vertieft sind, sich in unzähligen Stunden Fragestellungen zu den Themen Infrastruktur, Verwaltung, Finanzen und Recht bearbeiten, um im Mai die seit Monaten geplanten Informationsveranstaltungen für die Mitmenschen halbwegs kompetent abhalten zu können, redet Herr Lassen von Transparenz. Als Mitglied der Lenkungsgruppe sollte ihm das Leitbild der ergebnisoffenen Fusionsgespräche bekannt sein: „Kein Bürger darf schlechter gestellt sein.“ Das steht über allem. Ganz konkret und sogar transparent. Der geforderten Transparenz hilft es zudem mehr, aktiv an Lösungen der Fragestellungen mitzuarbeiten und selbst Zahlen und Fakten zusammenzutragen, als über falsche Zahlen und Steuererhöhungen zu sinnieren. Dann wäre zum Beispiel auch klar, dass der Arbeitskreis Infrastruktur einstimmig für den Erhalt beider Freibäder eintritt. Gelebte Demokratie bedeutet Mitmachen, denn das macht sie aus. Ich freue mich daher über jeden, der diese Demokratie mit Leben füllt und vom Sofa runterkommt. Der Initiative wünsche ich gutes Gelingen, denn was kann uns Besseres passieren, als wenn 100 Prozent der Einwohner nach Abwägung aller Fakten eine weise Entscheidung treffen, die für mehrere Generationen von Bedeutung sein wird? Dann hätten alle Bürger im Sinne des Bürgers entschieden.

gez. Hajo Ammermann, Ratsherr der Unabhängigen

Windkraftanlagen

Der Bau von neuen Windkraftanlagen zwischen Rössing, Heyersum und Klein Escherde rückt in greifbare Nähe. Einstimmig votierte der Gemeinderat Nordstemmen am Dienstagabend für die erneute Auslegung des geänderten Flächennutzungsplans. Christoph Bauch erinnerte daran, dass die Gemeinde Nordstemmen nun zwei Flächen vorhalte, die sich für den Bau neuer Windräder eignen. Zum einen sei dies die Konzentrationsfläche zwischen Rössing und Klein Escherde und zum anderen könne der bisherige Standort bei Adensen ausgebaut werden. „Mit diesen beiden Flächen können wir einen Wildwuchs von weiteren Windkraftanlagen im Gemeindegebiet verhindern“, unterstrich Bauch.

Er erinnerte allerdings auch daran, dass die Ortsräte Klein Escherde und Rössing den neuen Windkraftstandort zwischen ihren Orten grundsätzlich abgelehnt hatten. Die erneute öffentliche Auslegung des geänderten Flächennutzungsplanes wurde erforderlich, nachdem die Gemeinde wegen archäologischer Funde zwei Teilbereiche aus der Konzentrationsfläche bei Rössing herausgenommen hatte. Zwischenzeitlich hat die Untere Denkmalschutzbehörde aber klargemacht, dass der Denkmalwert einer der beiden Fundstellen sehr gering sei und einem Bau von Windrädern nicht im Wege steht.

(Quelle: HiAZ 28.03.2019)

Baugebiet ist „ein wichtiges Anliegen“

Adensens Ortsbürgermeister Oliver Riechelmann spricht im LDZ-Jahresgespräch über aktuelle Themen im Dorf sowie über Pläne und Ziele für dessen weitere Entwicklung. Dabei sind nach wie vor der geplante Straßenausbau und der Verkehr im Fokus, aber auch die Hoffnung auf ein neues Baugebiet. „Das Wichtigste für uns war, dass wir im Oktober in der Ortsratssitzung einen Antrag auf Änderung des Flächennutzungsplans gestellt haben – für ein Baugebiet“, beschreibt Adensens Ortsbürgermeister Oliver Riechelmann das erste, was ihm in den Sinn kommt, wenn er an das vergangene Jahr denkt. Denn die Ausweisung eines neuen Baugebietes sei ein wichtiger Schritt für die Weiterentwicklung des kleinen Ortes. „Die Einwohnerzahlen sind mittlerweile unter 900 gerutscht“, bedauert Riechelmann die Tendenz, die in Adensen wie auch in anderen Orten beobachtet werden kann. Die Menschen wollen bauen, auch in Adensen. Doch haben sie dort dazu aktuell keine Möglichkeit. „Wenn man guckt, wie Adensen in der Infrastruktur aufgestellt ist, kann man sich eigentlich nicht beschweren. Daher ist das Baugebiet für uns ein wichtiges Anliegen“, so der Ortsbürgermeister. „Man muss sich um die jungen Leute kümmern, die bauen wollen, aber man darf auch die Älteren nicht vergessen“, führt Riechelmann weiter aus. Daher habe er sich die Frage gestellt, ob womöglich auch etwas in Richtung betreutes Wohnen realisiert werden könnte. „Es gibt viele Ältere, die in einem großen Haus wohnen“, erklärt er, und diese Menschen können ihre Häuser und Gärten vielleicht nicht mehr allein unterhalten, möchten aber auch nicht aus ihrem Heimatdorf Adensen fortziehen.

Ein weiteres Thema, akut wie eh und je, ist der gewünschte Ausbau der Kreisstraße 506, Hallerburger Straße/Neustadt. Dort herrscht nach wie vor Tempo 30, seit die Oberfläche notdürftig wiederhergestellt wurde. „Aber es wird ja nicht besser“, bedauert Riechelmann den Zustand. Gerade, wenn es regnet, könne man durch das stehende Wasser die ungleichmäßige Fahrbahn erkennen. Eventuell könne zum Ende dieses Jahres mit der Auslegung des Raumordnungsverfahrens gerechnet werden. Erfreulich dagegen sei, dass endlich mit dem Neubau der Hallerbrücke zwischen Adensen und Alferde begonnen wurde. Die voraussichtlich bis Oktober anhaltende Vollsperrung werde zwar sicher anstrengend, doch sei es wichtig, dass die Maßnahme nun angegangen werde. Immer wieder Grund für Ärger liefert die Parksituation auf der Adenoyser Straße. Insbesondere im Bereich vor dem  Dorfladen komme es häufig zu Situationen, die lieber vermieden werden sollten. In der Kurve vor dem Dorfladen sei ein Teil der Grünfläche gepflastert worden, um dem Lieferwagen für den Laden die Auffahrt zu ermöglichen. Nur kann dieser die Kurve nun oft gar nicht mehr nutzen, denn seit der Pflasterung nutzen viele Autofahrer den Nebenbereich der Kurve als Parkplatz. Ähnlich sieht es im weiteren Verlauf der Straße im Kurvenbereich aus. „Wir haben nie eine richtige Aussage bekommen, ob man da nun parken darf oder nicht“, erklärt Riechelmann. Doch die Lieferungen werden trotz allem behindert. „Man kann oft nicht mehr machen als die Leute anzusprechen“, sagt der Ortsbürgermeister, der bereits angeregt hatte, dort abschließbare Poller zu installieren, die Dorfladen-Inhaber Markus Lange im Falle einer Lieferung entfernen kann. In diesem Jahr geplant sei, wie auch in den anderen Ortschaften der Gemeinde, der Umwelttag am 6. April. „Wir müssen noch mal den Fahnenmast reparieren“, kündigt er das diesmalige Projekt an. Außerdem sollen die Bänke, die über den Winter eingelagert wurden, wieder aufgestellt werden, ebenso ein neuer Hundekotbeutelspender an der Ecke Bergwinkelsweg/Schrotacker. Der Newsletter des Dorfes sei in den vergangenen Monaten etwas eingeschlafen, soll jedoch anhand eines neuen Konzeptes am Leben erhalten werden. Das diesjährige Zeltfest, das federführend vom VfL Adensen-Hallerburg organsiert wird, sei wegen des Schaustellers verschoben worden und findet nun in der Zeit von 20. bis 22. September auf dem Festplatz statt. Darüber hinaus beschäftigt den Ortsrat die Suche nach einem neuen Ortsheimatpfleger. Gerhard Fuest hatte viele Dinge für die Heimatpflege auf den Weg gebracht, gerade im digitalen Bereich, was jedoch seit seinem Unfalltod im vergangenen Jahr nicht weiter verfolgt werden konnte. „Er hatte tolle Sachen vor. So einen wie Gerd zu finden, wird natürlich schwer“, denkt Riechelmann an das große Engagement und das technische Verständnis. Doch: „Wir wären schon froh, wenn das jemand ein bisschen verwalten und auch ein paar Bilder machen würde.“

Die Arbeit im Ortsrat funktioniere derweil gut, alle vier Wochen treffen sich die sechs Mandatsträger zusammen mit den beiden Adenser Ratsmitgliedern, um sich auszutauschen und nicht aneinander vorbeizuarbeiten. „Wir sind auch dankbar über Leute, die sich für den Ort engagieren wollen“, sagt Riechelmann. Immerhin sei es auch bis zu den nächsten Wahlen nicht mehr lange hin: „Wir sind ja schon einer weniger, und es wäre schön, wieder eine siebte Person zu bekommen –  egal welcher Partei.“ Denn derzeit gehören sämtliche Mitglieder den Unabhängigen in Nordstemmen an, doch haben ohnehin alle denselben Fokus: den Ort.

Quelle: LDZ 13.02.2019

„Denkt weit und kauft nah!“

Neujahrsempfang in Adensen / Ortsbürgermeister: „Es liegt in unserer aller Hand“

Rund 80 Bürgerinnen und Bürger aus Adensen und Hallerburg hat Ortsbürgermeister Oliver Riechelmann beim gemeinsamen Neujahrsempfang von Ortsrat und Kirchengemeinde begrüßen können – nicht ganz so viele, wie in seiner originellen, mit Applaus aufgenommenen Rede angenommen. Aus der Perspektive des Jahres 2028 blickte Riechelmann auf die vergangenen zehn Jahre zurück und machte mit Hilfe dieses Rückblicks aus einer imaginierten Zukunft anschaulich deutlich, was er sich für Adensen und Hallerburg wünscht. Dabei machte er klar: ohne das Engagement der Bürgerinnen und Bürger geht es nicht – ganz gleich, ob man die Kommunalpolitik, das Vereinsleben oder den Erhalt und Ausbau der Infrastruktur ins Auge fasst. „2019 sah es so aus, dass sich für die kommende Kommunalwahl nicht genügend engagierte Menschen finden, um überhaupt einen Ortsrat zu bilden“, sprach Riechelmann in seiner fiktiven Rückschau ein drängendes Problem der Gegenwart an: „In 2019 kam dann aber doch noch die Wende. Die Menschen haben sich unterhalten, sich gegenseitig ermutigt und auch geeignete Kandidaten angesprochen.“ Er malte aus, wie ein neues Baugebiet und ein kleines Industriegebiet an der B3 zu einer positiven Entwicklung von Adensen und Hallerburg beitragen könnte, machte sich für den Dorfladen stark und forderte „im Sinne aller Gewerbetreibenden in Adensen und Hallerburg“ die Bevölkerung auf: „Denkt weit und kauft nah!“ Riechelmann erhob das Glas auf „unsere schönen Orte“ und schloss seine Rede zum neuen Jahr mit den mahnenden Worten: „Es liegt in unserer aller Hand.“  … Der Neujahrsempfang klang gemütlich mit einer Diashow aus, die Henning Lange vorbereitet hatte: „Adensen-Hallerburg. Dorfgemeinschaft im Hallertal.“

(Quelle: LDZ 07.01.2019) 

Haushalt 2019

Der Haushalt der Gemeinde Nordstemmen muss aufgrund der angespannten Finanz-Situation gekürzt werden. So sollen z. b. 55.000 € im Bereich Kita und Sport gestrichen werden. Betroffen sind auch die Sportplätze in Nordstemmen, Rössing und Adensen. Der Antrag der Unabhängigen, die 55.000 € wieder aus der Kürzung herauszunehmen, fand jedoch keine Mehrheit. „Der Haushalt 2019 stand unter schweren Bedingungen. Aber es geht um Sport und Bewegung und damit auch um Bildung“, warb vergebens Ammermann für den Antrag.


2021 könnte die marode Kreisstraße in Adensen saniert werden

Politiker mahnen Reparaturen der Straßen im Ort an /
Ortsrat plädiert außerdem für neues Baugebiet im Bereich Obere Wanne

Um ein Baugebiet und zwei Kreisstraßen ging es bei der Sitzung des Ortsrats am 01.10.2018. Daniel Freitag trug den Antrag der Unabhängigen vor, den Flächennutzungsplan für ein Baugebiet im Bereich Obere Wanne zu ändern. Auch eine andere mögliche Fläche könne in Betracht kommen, „um jungen Familien die Gelegenheit zu geben, in unseren schönen Ort zu ziehen“ und die Einwohnerzahl, die derzeit rückläufig ist, zu stabilisieren. Laut Ortsbürgermeister Oliver Riechelmann gibt der bestehende Plan für Adensen nichts her. Der Ortsrat würde gern mit der Gemeindeverwaltung Entsprechendes erarbeiten. Während der 75-minütigen Sitzung ging es auch um die Kreisstraßen 506 und 505. Wie Verwaltungsmitarbeiter Pascal Dißmer mitteilte, ist nach Angaben des Landkreises für 2021 mit einem realistischen Baubeginn für die Straße zwischen Adensen und Schulenburg (K 506) zu rechnen. 2019 beginne das Planfeststellungsverfahren, Förderanträge sollen gestellt werden. Sind diese erteilt, könnten im Herbst 2020 die Arbeiten ausgeschrieben werden. Kämmerer Udo Niemann betonte, dass die Förderrichtlinien des Landes streng seien und ein erster Spatenstich oder Ausschreibungen erst erlaubt sind, wenn Bescheide vorliegen. Der Zustand der Kreisstraße in der Ortsdurchfahrt Adensen ist laut Ortsratsmitglied Heike Niederhut-Bollmann seit Langem ein Aufregerthema. Jahrelang habe der Ortsrat den Zustand der Straße angemahnt. Niemann sagte, dass die Straße seit Jahren „nicht so toll“ sei. Sie sei und bleibe eine Kreisstraße und die Gemeinde Nordstemmen sei daher nicht der Träger der Baumaßnahme. Neues gibt es auch zur Kreisstraße 505 am südlichen Ortsrand. Wie Dißmer berichtete, sieht die Straßenmeisterei Gronau keine Notwendigkeit, die dort ausgeschilderte Geschwindigkeitsbegrenzung noch weiter zu drosseln. Sie könne die Straßensanierung nicht aus eigenen Mitteln finanzieren. Die Schäden seien für 2019 ins Programm des Landkreises aufgenommen. Christoph Bauch, beratendes Mitglied im Ortsrat, erkundigte sich nach dem Baubeginn. Der steht laut Dißmer nicht fest. Niemann betonte mit Nachdruck, dass die Gemeinde keinen Einfluss darauf habe und der Landkreis zuständig sei.

(Quelle: HiAZ 04.10.2018)

Straßenausbaubeitragssatzung

Auch über das Thema der Straßenausbaubeitragssatzung (kurz Strabs) hatten wir im September-Infobrief aus Bad Salzdetfurth und Nordstemmen berichtet. Der Nordstemmer Rat hat sich mehrheitlich dazu entschlossen die Satzung beizubehalten. Hajo Ammermann von den Unabhängigen in Nordstemmen hierzu: „Wenn ich in der Ratsarbeit etwas gelernt habe, dann, dass nichts in Stein gemeißelt ist, auch dieser Beschluss nicht.“ Er verweist in diesem Zusammenhang auch darauf, dass die Grundsteuer derzeit auf Bundesebene auf dem Prüfstand steht und Nordstemmen sich in Fusionsverhandlungen mit Elze befindet, wo die Strabs bereits abgeschafft wurde. In Bad Salzdetfurth wurde das Thema zurück in die Ausschüsse gegeben. Eine Entscheidung soll im Dezember fallen, der Beschluss soll dann rückwirkend für 2018 gelten.


Straßenausbaubeitragssatzung

Der Finanzausschuss hat für die Beibehaltung der Straßenausbaubeitragssatzung gestimmt. Hajo Ammermann schilderte die Überlegungen, die die Unabhängigen in Nordstemmen zu alternativen Möglichkeiten angestellt hatten: „Die Erhöhung der Grundsteuer halte ich für die schlechteste Alternative, weil sie nicht zweckgebunden ist. Wir sind der Meinung, dass der Bereich wiederkehrender Beiträge durchaus näher beleuchtet werden sollte. Dafür müsste die Gemeinde aber noch sehr viel machen.“ Ammermann betonte aber auch, dass die Unabhängigen gegen die komplette Abschaffung seien, „weil wir das Geld einfach nicht über haben.“ (Teilzitat: Quelle LDZ 20.09.2018)

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 25.09.2018 für den Erhalt der Anliegerbeiträge gestimmt. Mehrheitlich haben sich die Politiker dafür ausgesprochen, die Satzung nicht zu ändern.

 


Sanierung Freibad

In der Sitzung des Fachausschusses sind die Ergebnisse und die Machbarkeitsstudie des fraktionsübergreifenden Arbeitskreises Freibad vorgestellt worden. Dieser hatte sich intensiv mit der geplanten Sanierung und Modernisierung des Mehrzweckbeckens des Freibades befasst. Der Plan, das Becken in Edelstahl, wie in Bockenem zu gestalten, ist auf geteilte Meinung gestoßen. Hajo Ammermann von den Unabhängigen betonte: „Wir reden über eine mindestens doppelt so hohe Lebensdauer. Ein Folien-Becken hätte 25 Jahre, bis es geflickt werden muss, aber es gibt bisher noch kein Edelstahl-Becken, dass kaputt gegangen ist.“ Das Edelstahl-Becken ist somit wirtschaftlicher und die Optik sei Geschmackssache, so Ammermann.
13.09.2018

Edit:
Um eine Chance auf Förderungsmöglichkeiten zu haben wurde kurzfristig eine Ratssitzung einberufen. Die Förderquote aus dem Bundesprogramm liegt derzeit bei 45 %, so dass der Gemeinde-Anteil bei nur noch 55 % liegt. Es ist u.a. geplant, dass sich die Form des Beckens geringfügig verändert, der Sprungbereich erhalten und das Mehrzweckbecken in Edelstahl ausgekleidet wird.
17.09.2018

Aus dem Rat

In der Gemeinderatssitzung am 14.06.2018 stand nun auch in Nordstemmen das Thema von Fusionsgesprächen mit der Stadt Elze auf der Tagesordnung. Die Unabhängigen stimmten gegen die Amtszeitverlängerung. Christoph Bauch lobte Norbert Pallentin als guten und erfahrenen Bürgermeister. „Aber reicht das aus, die Wahlen der Bürger zu verschieben? Nach meinem Demokratieverständnis nicht,“ so Bauch. Die Abstimmung zu den Fusionsverhandlungen an sich fiel einstimmig aus, die anwesenden Ratsmitglieder von Grünen, FDP und Unabhängige stimmten aber gegen die Amtszeitverlängerung, die jedoch mit den Stimmen von SPD und CDU beschlossen wurde.
18.06.2018

 

Neue Elternbeiträge?

Der Bildungsausschuss hat sich über die neue Festsetzung der Elternbeiträge für Kindertagesstätten und Kindertagespflege beraten. Die Vorlage der Verwaltung sieht eine Erhöhung vor, für die Eltern für einen Krippenplatz statt 260 € zukünftig 416 € zahlen müssten. Hajo Ammermann kritisierte, dass es für Eltern schwer verständlich sei, wenn sie künftig für ihr Kindergartenkind Geld einsparen, aber eine noch größere Summe dann für ihr Krippenkind bezahlen sollen.

Ferner ging es im Bildungsausschuss um die personelle Situation in den Kindertagesstätten. Nachdem im Fachausschuss immer mal zu vernehmen war, dass die Aufgaben in den Kindertagesstätten im Laufe der Jahre zugenommen hätten und dies auch bei den allgemeinen Berichten aus den einzelnen Kindertagesstätten in der letzten Sitzung des Bildungsausschusses im Februar zur Sprache kam, hatte Ausschussmitglied Hajo Ammermann den Antrag gestellt, die personelle Situation einmal konkreter zu beleuchten. Das Fachforum-Elementar Pädagogik (FEP), das alle acht Einrichtungen der Gemeinde  Nordstemmen vertritt, hatte sich dann der Aufgabe angenommen. …

Die Fraktionen wollen sich auf jeden Fall mit dem Papier und der Problematik in den Fraktionen intensiv auseinandersetzen, hieß es. (Teilzitat Quelle: LDZ 31.05.2018)

 

Aus dem Ortsrat Adensen

„Die Art und Weise des Vorgehens ist nicht akzeptabel“
Diskussion um Hotspot-Förderung und WLAN-Einrichtung in Adensen

Der Hotspot-Standort am derzeit als Jugendraum genutzten Hort ist vom Tisch. Unter dem Vorbehalt einer Förderung durch EU-Mittel hatte sich der Ortsrat in seiner vorhergehenden Sitzung mehrheitlich für die Einrichtung eines Hotspots Im Schlingen ausgesprochen. Allerdings ist das Gremium nicht willens, für die laufenden Kosten aus Ortsratsmitteln aufzukommen. Einen entsprechenden Beschluss hatte der Gemeinderat mit großer Mehrheit gefasst und das Thema zurück an die Ortsräte verwiesen, was in Adensen einiges Unverständnis hervorrief. „Ich bin enttäuscht“, kritisierte Jobst Gehrke: „Es hätte viel Zeit gespart, wenn die Kostenfrage vorab geklärt worden wäre. Die Art und Weise des Vorgehens ist nicht akzeptabel.“ Geteilter Ansicht waren die Mandatsträger, ob in Adensen neben dem öffentlichen WLAN im Feuerwehrhaus ein weiteres öffentliches Gebäude damit ausgestattet soll. Mit  drei Ja- und zwei Nein-Stimmen fiel die Entscheidung, dass auch die Sporthalle WLAN erhalten soll.

Mit einer Gegenstimme, einer Enthaltung und vier Ja-Stimmen brachte der Ortsrat das Thema Weitsprunganlage auf den weiteren Weg, ohne eine Aussage zu der favorisierten Variante zu treffen. Die Angelegenheit wird nun im Fachausschuss für Bildung, Kultur und Soziales weiter beraten.

Keine befriedigende Lösung ist hinsichtlich der Parksituation beziehungsweise des Parkverhaltens auf der Adenoyser Straße in Sicht, was im Rahmen der Einwohnerfragestunde erneut thematisiert wurde. Kritisch ist die Situation insbesondere im Bereich des Dorfladens. Bemängelt wurde nicht nur, dass rücksichtslose Zeitgenossen Grünflächen als Parkplatz zweckentfremden. Besorgt zeigten sich die Anwesenden auch mit Blick auf die Kinder, die durch das regelwidrige Verhalten gefährdet seien.

Ein Anwohner sprach sich für die Einrichtung eines Halteverbots aus und betonte: „Man kann es hinkriegen.“ Der Appell, vorsichtig zu fahren, reiche nicht aus. Die Empfehlung, Parkvergehen zur Anzeige zu bringen, fiel ebenso wenig auf fruchtbaren Boden wie der Hinweis von Verwaltungsmitarbeiter Pascal Dißmer, der die zuvor verlesenen Regeln der Straßenverkehrsordnung zum Halten und Parken auf den Punkt brachte: „Das Parken ist überall dort erlaubt, wo es nicht verboten ist.“ Der ehemalige Ortsbürgermeister Henning Lange empörte sich: „Mich stört, mit wie viel Gleichgültigkeit man die Sache betrachtet.“

(Quelle: LDZ + HiAZ 16.05.2018)

 

 

Aus dem Rat

Der Gemeinderat hat eine Verlegung des Wochenmarktes abgelehnt. Hajo Ammermann hat daran erinnert, dass sich auch die Marktbeschicker für einen Beibehalt des bisherigen Standortes ausgesprochen haben.

Einstimmig wurde die Festlegung von Wertgrenzen zur Definition der laufenden Verwaltung, die laut Christoph Bauch fraktionsübergreifend im Verwaltungsausschuss festgelegt worden sind, befürwortet.

Die Stadt Elze hat ein offizielles Schreiben an die Gemeinde Nordstemmen zwecks Fusionsgespräche geschickt. Der Rat wird sich hiermit in Kürze beschäftigen, so dass hierüber noch vor der Sommerpause beraten werden kann.
20.03.2018

Baugebiet „Barnten-Süd IV“

Der Bauausschuss ist dem Antrag von Christoph Bauch gefolgt und stimmt zu, dass das geplante Baugebiet „Barnten-Süd IV“ noch eine weitere Variante vorsieht, nämlich nicht nur Einfamilienhäuser, sondern auch zweigeschossige Gebäude mit Mietwohnungen. „Wenn wir andernorts den Mietwohnungsbau vorantreiben und in Barnten nicht, machen wir uns unglaubwürdig“, so Bauch in seinem Antrag. Er fügte jedoch hinzu, dass er „den Barntenern keine Tür vor der Nase zuschlagen will.“
12.03.2018

Fachausschuss spricht über Situation in Kindertagesstätten

Im Fachausschuss für Bildung, Kultur und Soziales hat Hajo Ammermann das Thema Fachkräftemangel in Kitas  aufgegriffen und stellte kurzfristig einen Antrag an die Verwaltung. „Immer wieder hören wir uns das an“, betonte er, dass das Thema zu jeder Sitzung angesprochen und doch nichts unternommen werde. Daher fragte er an, ob es Möglichkeiten für die Gemeinde gebe, auf freiwilliger Basis weitere Kräfte einzustellen. Um einen genaueren Überblick zu bekommen, beantragte Ammermann, dass einmal der konkrete Bedarf außerhalb der Mindestregelung in den Nordstemmer Einrichtungen überprüft werde und gleichzeitig Möglichkeiten der Verwaltung zur besseren personellen Ausstattung ermittelt werden. (Quelle: LDZ 24.02.2018)

 

Adensens Ortsbürgermeister Oliver Riechelmann spricht über Pläne, Ziele und Hoffnungen

In Adensen leben lohnt sich! Das verdeutlicht Ortsbürgermeister Oliver Riechelmann im Jahresgespräch. So würden etwa der Kindergarten, die Grundschule, der Dorfladen, ein Arzt und ein Friseur sowie viel weiteres Gewerbe für eine „hervorragende Infrastruktur“ sorgen, und der Ortsrat hoffe auf mehr Fläche für die Wohnbebauung. „Wir sind mit der Gemeinde im Gespräch für ein Baugebiet. Dafür müsste allerdings ein neuer Flächennutzungsplan erstellt werden“, erzählt Oliver Riechelmann. Infrage käme etwa die Fläche oberhalb des Wohngebietes „Untere Wanne“, westlich der Hallerburger Straße. Derzeit leben in Adensen knapp unter 900 Einwohner, wobei die Zahl eher sinkend ist. Das liege jedoch nicht an der geringen Nachfrage, betont Riechelmann – regelmäßig werde nach Wohnungen oder Bauplätzen gefragt. „Wir haben keine Leerstände in dem Sinne“, versucht Riechelmann den Einwohnerverlust zu erklären, „aber in Haushalten, in denen früher vier bis fünf Leute gewohnt haben, leben jetzt nur noch ein bis zwei.“ Ob es tatsächlich ein neues Baugebiet für Adensen geben wird, könne aber noch längst nicht gesagt werden. „Wir werden von unserer Seite das Nötige in die Wege leiten, alles andere liegt dann nicht mehr in unseren Händen“, so Riechelmann.

Das „herausragenste Ereignis“ im vergangenen Jahr war laut Riechelmann das mehrtägige Zeltfest zum 60-jährigen Bestehen des TTC Adensen-Hallerburg. „Das hat der TTC super hinbekommen“, lobt er. Doch auch der Weihnachtsmarkt bleibe in guter Erinnerung: „Da muss man ausdrücklich noch mal den Schulchor loben, der dem Ganzen einen festlichen Rahmen gegeben hat.“ Etwas weniger erfolgreich sei die Adventsfeier für Senioren verlaufen, die der Ortsrat jedes Jahr zusammen mit dem DRK-Ortsverein Adensen-Hallerburg organisiert. „Die war nicht sehr gut besucht, das war ein kleiner Wehrmutstropfen. Da machen sich viele Leute Arbeit und dann wird es nur so mäßig angenommen“, bedauert der Ortsbürgermeister. Eine Idee, in diesem Jahr womöglich wieder auf mehr Resonanz bei den älteren Mitbürgern zu stoßen, sei das Anbieten eines Fahrservices, da die zurückzulegende Strecke zum Ort des Geschehens für einige Senioren vielleicht nicht mehr ganz einfach zu bewältigen sei.

Ein Sorgenkind für den Adenser Ortsrat sei nach wie vor die Ortsdurchfahrt im Zuge der Kreisstraße 506, Neustadt/Hallerburger Straße. Deren Ausbau befindet sich derzeit in der Planung, einen konkreten Baubeginn gibt es noch immer nicht (die LDZ berichtete). „Die neue Deckschicht löst sich auch schon wieder“, ärgert sich Riechelmann über die notdürftige Zwischenlösung, die nicht mehr ewig halten werde und nur dank des recht milden Winters noch nicht stärker gelitten habe.

Während der Ortsrat sich im vergangenen Jahr anlässlich des gemeindeweiten Umwelttages dem Streichen der örtlichen Bänke gewidmet hat, soll in diesem Jahr der Fahnenmast am Thie wieder instandgesetzt werden. Falls weitere Ideen bestehen, welche Projekte zum Umwelttag in Angriff genommen werden könnten, freut sich der Ortsrat Riechelmann zufolge über Anregungen. Initiative aus dem Dorf erhofft er sich auch mit Blick auf die in vier Jahren wieder anstehende Kommunalwahl. „Wir sind ja schon einer weniger im Ortsrat. Es wäre schön, wenn noch jemand Lust hätte, sich einzubringen und das Leben in Adensen mitzugestalten. Jeder kann sich gerne bei uns melden“, appelliert der Ortsbürgermeister. Bis auf Fred Dralle seien auch alle Ortsratsmitglieder berufstätig oder hätten Familie: „Natürlich ist es Arbeit, aber es ist zu schaffen, wenn man engagiert ist. Ein bisschen Idealismus muss man auch mitbringen.“ Doch auch für Ideen und Verbesserungsvorschläge aus der Bürgerschaft sei der Ortsrat stets dankbar: „Wenn es vernünftige Vorschläge sind, sind wir da auch aufgeschlossen und versuchen, das umzusetzen.“
(Quelle: LDZ 23.02.2018)

„So kann es nicht bleiben“
Weitsprunganlage: Ortsrat Adensen muss zwischen teurer Sanierung und Rückbau entscheiden

„Eine unendliche Geschichte“ nannte der Ortsrat Adensen den Ausbau der Kreisstraße 506  im Verlauf Neustadt/Hallerburger Straße. Zwar hatte Ortsratsbetreuer Pascal Dißmer einen aktuellen Stand für die Andenser, diesen jedoch reichen die häppchenweisen Informationen nicht aus. „Die Straßenplanung ist abgeschlossen“, teilte Pascal Dißmer mit. Allerdings  befänden sich die Kanäle und die Maßnahmen zum Hochwasserschutz derzeit noch in der  Planung. Ziel sei, die Planfeststellung in diesem Jahr zum Abschluss zu bringen, einen  Zeitpunkt für den Baubeginn konnte er dem Ortsrat allerdings noch immer nicht mitteilen. Eine Frage des Ortsrates zu den Auswirkungen des beabsichtigten Erlasses einer Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet „Hallerburger Holz“ beantwortete Dißmer knapp: „Die meisten Verbote und Gebote betreffen die Bewirtschafter beziehungsweise Eigentümer. Die Verordnung kann bei der Gemeinde eingesehen werden.“ Für die Bürger handele es sich um Kleinigkeiten. So dürften sie etwa ab Inkrafttreten der Verordnung keine Pilze oder Bärlauch mehr sammeln.

Mit Blick auf einen potenziellen Standort für einen Hotspot, der im Rahmen einer möglichen EU-Förderung errichtet werden könnte, sagte Jobst Gercke: „Die Zielgruppe sitzt wenn im Jugendraum, der jetzt als Hort genutzt wird.“ Ein weiterer Standort sei an der Turnhalle oder am Sportplatz denkbar. „Wir suchen ja gerade nach Möglichkeiten, wie man den Jugendraum wieder beleben könnte“, warb Gercke jedoch für seinen ersten Vorschlag. Somit wurden der Jugendraum oder das VfLVereinsheim mit einer Gegenstimme als Hotspot-Standorte vorgeschlagen. Daniel Freitag merkte an, dass er keinen Sinn in einer Hotspot-Einrichtung sehe: „In einem kleinen Ort wie Adensen brauchen wir das nicht.“ Der Großteil der Zielgruppe habe bereits internetfähige Handys, und das Netz werde immer weiter ausgebaut.

Gemeindemitarbeiterin Nadine Wrobel informierte schließlich, dass ein spezialisierter Landschaftsarchitekt beauftragt worden sei, die Kosten für eine Sanierung der Weitsprunganlage mit Asphalt zu ermitteln. Diese würden sich auf mindestens 16 000 Euro belaufen – eine Summe, die dem Adenser Ortsrat deutlich zu hoch erschien. „Der VfL wäre bereit, sich um die Unterhaltung zu kümmern“, berichtete Nadine Wrobel von einem Gespräch mit dem Vereinsvorsitzenden, Heinrich Schütte. Laut Schütte ist mit etwa 20 Nutzungen der Anlage im Jahr zu rechnen. „Das ist nicht gerade wenig Geld, vor  allem für nur 20 Leute im Jahr. Ich kann mich da nicht mehr für aussprechen“, kritisierte Daniel Freitag. Christoph Bauch hingegen sagte: „Wenn wir Sport fördern wollen, dann müssen wir Geld in die Hand nehmen.“ Jobst Gercke stellte fest: „So, wie es jetzt ist, kann es nicht bleiben.“ Daher bat er darum, die Entscheidung bis zur nächsten Sitzung zu vertagen und bis dahin die Kosten zu ermitteln, die ein Rückbau der Anlage verursachen würde, was einstimmig unterstützt wurde.

Daniel Freitag bat Pascal Dißmer  schließlich noch darum, dafür zu sorgen, dass seitens der Gemeinde einmal beim Landkreis Hildesheim nachgefragt wird, wie lange die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 Stundenkilometer auf der Kreisstraße 505 noch bestehen soll und was wann geplant ist, um diese Einschränkung, die aufgrund von Straßenschäden aufgenommen wurde, wieder aufheben zu können.

 Anfragen für Bauplätze

„Es gibt nun doch den einen oder anderen Bauplatz“, betonte Adensens Ortsbürgermeister Oliver Riechelmann während der Ortsratssitzung das positive Ergebnis durch die Erstellung des Baulückenkatasters. So habe sich etwa eine mehr als 7 000 Quadratmeter große Fläche rund um das Pfarrhaus an der Adenoyser Straße ergeben, wozu Christoph Bauch verriet: „Es gibt private Anfragen und Anfragen von zwei Investoren.“ Sollte es sich ergeben, das   Grundstück in Gänze zu verkaufen, so würde ein Investor bevorzugt, um keine kleineren Flächen auszusparen. „Dort wird nicht auf Erbpacht gebaut“, verdeutlichte Riechelmann noch einmal, sollte sich jemand mit einer Anfrage aus dieser Sorge zurückgehalten haben.  Das Grundstück sowie ein weiteres, das in Adensen zur Verfügung steht, kann über das  Baulückenkataster auf der Gemeinde-Homepage angesehen werden, für nähere Auskünfte steht die Gemeinde zur Verfügung. Auch der Kontakt mit dem Verkäufer wird über die Gemeindeverwaltung hergestellt.

(Quelle: LDZ 14.02.2018)

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