Diskussion um kleinere Ortsräte

Viele Parteien haben es im Landkreis schwer, genügend Frauen und Männer für die politische Arbeit zu gewinnen. Die Corona-Krise verschärft die Situation. Die Besetzung der Ortsräte an der demokratischen Basis dürfte etwa in der Gemeinde Nordstemmen kompliziert werden – weil es zu wenige Kandidaten gibt. Daher erwägen CDU, SPD, Unabhängige und Grüne, vor der Kommunalwahl im kommenden September notfalls die Ortsräte von sieben auf fünf Mitglieder zu reduzieren. Hajo Ammermann hierzu: „Man sollte alles versuchen, eine Besetzung mit sieben Personen zu halten.“ (Quelle Teilzitat: HiAZ 23.01.2021)

Aus dem Ortsrat

In diesem Jahr ist alles anders, auch in Adensen und Hallerburg. „Die Seniorenweihnachtsfeier, geplant für den 13. Dezember und auch der Neujahrsempfang, der eigentlich am 8. Januar 2021 stattfinden sollte, müssen wegen der Corona- Pandemie leider ausfallen“, erklärt der Adenser Ortsbürgermeister Oliver Riechelmann: „Wir werden alle Veranstaltungen im nächsten Jahr natürlich wieder durchführen, sobald dies möglich ist“, sagt Riechelmann, „aber eine Weihnachtsfeier oder eine Neujahrsempfang können leider einfach nicht nachgeholt werden.“ Da die Ortsratssitzung im November auch ausgefallen ist, werden der Ortsrat von Adensen und die Ortsvorsteher von Hallerburg die Bürger in diesem Jahr mit einem Weihnachtsrundschreiben über aktuelle Entwicklungen in den Dörfern informieren. Das Anschreiben werden alle Haushalte in der kommenden Woche im Briefkasten finden. „Wir sind auch immer offen für Ideen und Anregungen und natürlich auch Kritik“, sagt Oliver Riechelmann und ruft die Bürger dazu auf, sich trotz der Corona-Pandemie für das Dorfgeschehen und auch das Geschehen in der Gemeinde zu interessieren und sich einzubringen. (Quelle: LDZ 12.12.2020)

 

Zoff um Sperrung der Hallerbrücke

Radfahrer, Spaziergänger und Anwohner kämpfen für wichtigen Verbindungsweg

Eine Brücke sorgt für Ärger: Während Oliver Riechelmann als Ortsbürgermeister von Adensen und Hallerburgs Ortsvorsteher Hans Jürgen Pompetzki dafür kämpfen, dass die Hallerbrücke unter dem Harberg erhalten bleibt und die Sperrung des wichtigen Verbindungsweges aufgehoben wird, geht es der Stadt Springe vorrangig darum, der Verkehrssicherungspflicht nachzukommen.

Zwischenzeitlich waren Fußgänger offenbar so verärgert, dass sie die Sperrung regelrecht niedergerissen haben, wie ein Anwohner schildert. Wolfgang Bunde hat schließlich beobachtet, dass schon kurz danach die Bauarbeiter anrückten und erneut „einen eisernen Vorhang“ errichteten. Der Diplom-Pädagoge hatte sich bereits an die Stadt gewandt. Denn die Argumentation, dass das Betreten der Brücke lebensgefährlich sei, kann er nicht nachvollziehen. Statt die Brücke zu sperren, fordere er eine Lösung für Fußgänger und Fahrradfahrer.

Für den Hallerburger sei es nämlich weitaus gefährlicher, wenn diese die vielbefahrene Landesstraße 461 nutzen müssen, um ins etwa vier Kilometer entfernte Eldagsen zu kommen. Dort gibt es keinen Radweg. Die Stadt Springe aber bleibt bei ihrer Entscheidung: Die Brücke ist gesperrt. Denn sie befindet sich auf Grund und Boden der Stadt Springe. Ein Hallerburger Landwirt baute vor über 100 Jahren – laut eingraviertem Datum 1913 – eine stabile Stahlbeton-Brücke über die Haller um seine Flächen in der Gemarkung Eldagsen jenseits des Baches besser erreichen und bewirtschaften zu können. Zu der Brücke gehörte ein befestigter Weg, der ins öffentliche Wegenetz der Realverbände mündete. Die Haller als Gewässer II. Ordnung wird aktuell vom Leineverband unterhalten. Das Eigentum an der Gewässerparzelle liegt jetzt bei der Stadt Springe. Die Flächen ringsum die Brücke einschließlich der Wegeflächen gehören einem ökologisch ausgerichteten Verein, der dort ein Biotop angelegt hat. Für den Fahrzeugverkehr ist die Brücke schon seit Jahren gesperrt. Nur Radfahrer und Fußgänger nutzen diese Wegeverbindung. Die Stadt Springe selbst äußert sich in einer Pressemitteilung: „Und geblieben ist eine auf den ersten Blick stabile Brücke, die der Belastung durch einzelne Fußgänger und Radfahrer sicherlich noch einige Zeit standhalten wird – aber eben auch nicht ewig halten wird.“ Wer den Blick unter die Brücke wage, erblickt „freiliegende Stahlbewehrung, die allmählich vor sich hin korrodiert und an beiden Ufern der Haller Widerlager, die von Hochwasser zu Hochwasser weiter unterspült werden und schon bald nicht mehr den erforderlichen Halt bieten werden, um den Brückenüberbau zu tragen“, so das Ergebnis der Stadt Springe: Folge werde „ein Absacken, schlimmstenfalls ein Einsturz des Brückenüberbaus“ sein, der dann den Gewässerlauf blockiere und aufstaue. Die Stadt Springe als Eigentümerin der Gewässerparzelle sei verkehrssicherungspflichtig und habe sich daher entschieden, die Brücke zu sperren. „Ob diese Sperrung bereits jetzt mit einer Gefahr für Leib und Leben begründet werden kann, bedarf keiner abschließenden Prüfung“, so die Stadt Springe: „Da kein öffentlicher Weg über die Brücke führt, haben die rechtlichen Interessen der Fußgänger und Radfahrer an der weiteren Brückennutzung hinter dem Interesse des Grundeigentümers, von Schadenersatzforderungen verschont zu bleiben, zurückzustehen.“ Deutliche Worte der Stadt, die aber eigenen Angaben zufolge bereits nach Lösungen sucht: Die Stadt Springe, die Gemeinde Nordstemmen und der Biotopverein seien „in intensivem Kontakt, um nach Möglichkeiten zu suchen, die gewohnte Wegeverbindung für Fußgänger und Radfahrer in rechtlicher und technischer Hinsicht wieder zu gewährleisten und dauerhaft sicherzustellen“. Bürgermeister Christian Springfeld ist zuversichtlich: „Die beteiligten Kommunen stehen in einem bemerkenswert guten Austausch, um schnellstmöglich eine nachhaltige Lösung zu finden.“ Bis hierfür eine Lösung gefunden ist, appelliert die Stadt Springe eindringlich darum, die gesperrte Brücke nicht weiterhin zu nutzen und bringt darüber hinaus alle Sachbeschädigungen an der Sperrung zur Anzeige. (Quelle: LDZ 10.12.2020)

Haushalt 2021

In der Gemeinderatssitzung am 26.11.2020 fiel mit 15 Ja-Stimmen die Abstimmung über die Haushaltssatzung und den Haushaltsplan für das Jahr 2021 deutlich knapp aus. Zwölf Ratsmitglieder enthielten sich. Einen kritischen Blick auf Veranstaltungen wie das geplante Frühstück für die Frühschwimmer oder „Rock im Bad“ warf auch Hajo Ammermann: „Schön, dass die Frühschwimmer ein Frühstück bekommen“, merkte er an: „Aber was ist mit den Spätschwimmern?“ Ammermann regte an, künftig ein Budget nicht nur für Veranstaltungen im Freibad, sondern für förderungswürdige Projekte allgemein aufzustellen. … (Quelle Teilzitat: LDZ 28.11.2020)

Sanierung Sportplätze

Der Ausschuss für Bildung, Kultur und Soziales hat einstimmig für die Sanierung der Weitsprung- und Kugelstoßanlage auf dem Sportplatz in Adensen gestimmt. Erneuert werden soll auch die Sportstätte in Rössing. Die Sanierungen sind für 2021 vorgesehen. Der Antrag des MTV Nordstemmen auf Erneuerung der 400-Meter Rundlaufbahn wurde mehrheitlich beschlossen. Allerdings soll die Erneuerung erst 2024 erfolgen. Ein Vorschlag, die Sanierung bereits 2023 durchzuführen, wurde abgelehnt. Christoph Bauch hierzu: „Das kann sich die Gemeinde dann noch nicht leisten.“ Es müssen zunächst noch Arbeiten am Freibad abgeschlossen werden.

Nachtrag:

Zwischenzeitlich hat sich der Gemeinderat ebenso für die Sanierung der Anlage auf dem Sportplatz in Adensen ausgesprochen, die 400-Meter Rundlaufbahn soll ins Jahr 2023 geschoben werden.

Vollausbau K 506

Der Vollausbau der Kreisstraße 506 – die Ortsdurchfahrt Adensen – rückt in greifbare Nähe. Aktuell erfolgt die Ergänzung des Landschaftspflegerischen Fachbeitrages, um die Unterlagen für das Genehmigungsverfahren fertigstellen zu können. Die Planfeststellung soll im kommenden Jahr erfolgen. „Da die Maßnahme auf der Basis des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (GVFG) gefördert wird, kann der Antrag erst zum 1. September 2022 für das Jahresbauprogramm 2023 eingereicht werden“, informiert der Landkreis über die nächsten Schritte: „Mit Bewilligung kann der Ausbau dann im Jahr 2023 erfolgen.“ Diese Nachricht dürfte die Adenser freuen. „Der erste Antrag wurde schon vor 25 Jahren gestellt“, erinnert sich Ortsbürgermeister Oliver Riechelmann, wie lange sich dieses Vorhaben bereits hinzieht. Die Kosten der Gemeinschaftsmaßnahme – auch die Gemeinde Nordstemmen ist an Bord – für den Ausbau der Straße und Nebenanlagen sowie der Erneuerung des Kanals liegen den Planungen zufolge bei rund 2,4 Millionen Euro. (Quelle: LDZ 16.11.2020)

„Brücke wird uns alle überleben“

Streit um Hallerbrücke unter dem Harberg: Stadt Springe lässt Weg sperren

Die Hallerbrücke unter dem Harberg wurde 1916 gebaut, wurde lange Zeit als landwirtschaftlicher Verbindungsweg genutzt. Seit bestimmt gut 20 Jahren ist sie aber für Fahrzeuge aller Art gesperrt, wie sich Hans Jürgen Pompetzki erinnert. Doch noch heute hat die Brücke eine große Bedeutung: Sie dient Fußgängern und Radfahrern aus dem gesamten Landkreis  und darüber hinaus als Verbindungsweg. „Es ist eine beliebte Strecke“, betont Adensens Ortsbürgermeister Oliver Riechelmann. Rund vier Kilometer ist Eldagsen entfernt, eine Alternative biete lediglich die Kreisstraße. Aber: „Das ist lebensgefährlich“, gibt er zu bedenken. Eine Wahl haben Radler nun aber nicht mehr: Die Brücke ist gesperrt. Wie sich Hans Jürgen Pompetzki erinnert, stand schon seit Jahren ein Bauzaun. Dieser aber wurde stets beiseitegeschoben. Das ist nun nicht mehr möglich. „Das ist wirklich ein Hohn“, ärgert sich Hallerburgs Ortsvorsteher. Wenn die Brücke wirklich so marode sei, halte sie aber immerhin noch schweres Gerät, noch dazu die Montage des Bauzauns aus. Seit Jahren sorgt die Hallerbrücke schon für Diskussionen: „Wir hatten schon mehrere Treffen vor Ort“, sagt Oliver Riechelmann. Die Stadt Springe sei offenbar nicht zuständig, die Brücke sei in Privatbesitz. Kai Severin, dessen Großvater das Bauwerk entstehen lassen hat, verkaufte seinen Land besitz allerdings – an den Biotopverein. Laut Oliver Riechelmann gibt es bereits Ideen: „Wir wollen eine schnelle Lösung“, fordert der Ortsbürgermeister: „Und kostengünstig“. Am liebsten wäre es wohl, Bauzaun und Schilder einfach abzubauen: „Diese Brücke wird uns alle noch überleben“, ist Hans Jürgen Pompetzki überzeugt. Aber alle Beteiligten würden einlenken, könnten sich eine Holzkonstruktion zur Sicherung vorstellen.

Die Lösung der Stadt Springe – ein Abriss des Bauwerks – sorgt dagegen für Unmut. Damit sei niemand einverstanden, gibt Oliver Riechelmann auch eine Einschätzung vom politischen Gremium aus dem Nachbarort Eldagsen. Um im Akutfall handlungsfähig zu sein und diesen Weg schnellstmöglich wieder herrichten zu können, wollen beide Orte jeweils 50 000 Euro bereitstellen. Oliver Riechelmann und Hans Jürgen Pompetzki hoffen, dass der Rat im Zuge der Haushaltsberatungen grünes Licht gibt.

(Quelle: LDZ 12.11.2020)

 

„Hier wird kreuz und quer geparkt“

Parksituation auf der Adenoyser Straße/Nachfrage nach Wohnraum in Adensen

Immer wieder kommt es auf der Adenoyser Straße nahe der Grundschule zum Parkchaos. „Hier wird kreuz und quer geparkt“, beschreibt Adensens Ortsbürgermeister Oliver Riechelmann die Situation – meist zu Schulbeginn beziehungsweise zum Schulschluss. „Wir sind vielfach angesprochen worden“, informiert er über Bürger, die sich über das wilde Parken beschwert haben „Es ist eine gefährliche Ecke“, spricht der Ortsbürgermeister besonders den Grünstreifen gegenüber der Kirche an. Dort parkende Fahrzeuge würden die Sicht erschweren. Der Ortsrat hat sich nun dafür ausgesprochen, die Hälfte der Rasenfläche mit Schotter zu verfüllen, um im hinteren Bereich das Parken zu ermöglichen. So wollen die Ortsratsmitglieder versuchen, die Situation zu entschärfen.

Angesichts der Corona-Pandemie hat der Ortsrat diesmal nicht getagt, sondern kam im Vorfeld zusammen, um sich abzustimmen. Oliver Riechelmann schließlich trug die Beschlüsse aus Adensen an die Verwaltung heran. So brachte er auch erneut, die Vergrößerung Adensens zur Sprache. „Nachfragen gibt es immer“, spricht er über einen Bedarf an Wohnraum – nicht aber nur Bauplätze für Einfamilienhäuser, sondern auch Wohnungen für Jung und Alt. Doch hierfür müsse zunächst der Flächennutzungsplan geändert werden, informiert er, dass es bereits einen möglichen Raum oberhalb des alten Baugebietes gebe. Die Fläche aber ist noch in landwirtschaftlichem Besitz. „Wir gehen Schritt für Schritt vor“, schildert er, dass zunächst ein Baulückenkataster erhoben werden musste. Leerstand im Ort aber gebe es kaum – und wenn doch: „Häuser gehen hier schneller weg als man gucken kann“, so der Ortsbürgermeister. Im Rahmen der nächsten Bauausschusssitzung in der kommenden Woche soll das Thema auf die Tagesordnung kommen.

Häufig wurde Oliver Riechelmann auf die erst kürzlich abgeschlossene Sanierung der Kreisstraße 506 angesprochen, die um Adensen herumführt. Dort sind noch immer Schilder, die auf Tempo 50 hinweisen. Der Ortsbürgermeister hat nachgeforscht: „In den nächsten acht Wochen erfolgt noch eine Griffigkeitsmessung“, informiert er die Bevölkerung. Anschließend soll dort wieder die gewohnte Geschwindigkeit von 70 Stundenkilometern gelten.

(Quelle: LDZ 06.11.2020)

Verzicht auf Sitzung

Steigende Infektionszahlen geben Anlass zur Besorgnis. Hier und dort sagen Vereine wieder Veranstaltungen ab. Auch die Gemeinde Nordstemmen gibt ihren politischen Gremien „die dringende Empfehlung“, verzichtbare Sitzungen nicht stattfinden zu lassen. Wie Kämmerer Udo Niemann mitteilt, verzichten bereits die Ortsräte aus Adensen, Klein Escherde und Heyersum auf ihre Sitzungen. Laut des Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetzes ist es in einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite möglich, dass der Ortsbürgermeister bestimmte Angelegenheiten stellvertretend für den gesamten Ortsrat übernimmt. „Alle Rechte werden in jedem Fall gewahrt“, betont Udo Niemann auf Nachfrage der LDZ. So wird der Ortsbürgermeister ins Rathaus bestellt – „in einen sehr großen Raum und mit genügend Abstand“ – und arbeitet die notwendigen Punkte der Tagesordnung der Sitzung ab. So wird das politische Gremium auch in Sachen Haushaltsplanung angehört – eben nur über den Bürgermeister. Wer allerdings auf die Sitzung besteht, darf diese auch durchführen. „Aber hier ist Vorsicht geboten“, weist Udo Niemann auf steigende Infektionszahlen hin. Wie die Lage also in der kommenden Woche aussieht, sei noch nicht abschätzbar. (Quelle: LDZ 22.10.2020)

Haushalt: Rat muss Rotstift ansetzen

Gleich nach den Herbstferien werden sich die Fraktionen in die Haushaltsberatungen stürzen. Einen ersten Einblick haben die Mitglieder des Finanzausschusses bereits erhalten – coronabedingt kam nicht der gesamte Rat zusammen. Fest steht: Der Haushalt ist nicht ausgeglichen. Die Mandatsträger müssen also den Rotstift ansetzen. … Ende Oktober wollen sich auch die Unabhängigen ein Bild vom Zahlenwerk machen. Das große Ziel sei, die schwarze Null zu erreichen. Christoph Bauch sei wichtig, „keine Papierkosmetik“ zu betreiben, sondern auch realisierbare Streichungen im Haushalt vorzunehmen. „Es gibt bestimmte Dinge, die haben wir bereits geschoben“, gibt er zu bedenken. Keine Spielräume sieht er beispielsweise bei Schulen und Kindergärten. „Bei den Sportstätten stehen wir bei den Vereinen im Wort“, erinnert er. Aber lediglich die Eintrittsgelder des Freibades anzuheben, werde bei weitem nicht ausreichen, um das Minus in Höhe von knapp 700 000 Euro auszugleichen. Es sei für den Fraktionsvorsitzenden aber keine Option, die große Sanierung des Freibades zu vertagen: „Das hat oberste Priorität“, erinnert er auch hier daran, im Wort zu stehen. „Das haben wir uns auf die Fahnen geschrieben“, betont er. Im November wird es ein Arbeitsgespräch geben, an dem jede Fraktion Vertreter entsendet. Auch die fraktionslosen Ratsmitglieder sind eingeladen. In kleiner Runde soll so Haushaltsstelle für Haushaltsstelle unter die Lupe genommen werden. „Das wird eine bunte Runde sein, die hoffentlich kreative Ideen mitbringt, um zu vernünftigen Ergebnissen zu kommen“, sagt Christoph Bauch. (Quelle: LDZ 19.10.2020)

Komm-Mehrgenerationenhaus

Seit 2004 hat sich das Komm-Mehrgenerationenhaus als Begegnungsort und Anlaufstation für Rat- und Hilfesuchende in der Gemeinde Nordstemmen etabliert. … Das finanziell nicht auf Rosen gebettete Mehrgenerationenhaus wird vorwiegend durch Zuwendungen aus einem Bundesprogramm getragen, das von Land, Landkreis und Gemeinde kofinanziert wird. Jährlich schießt die Gemeinde 2 500 Euro zur Grundfinanzierung des Komm bei. Das Bundesprogramm läuft nun aus, ab kommendem Jahr gibt es ein Folgeprogramm, das bis ins Jahr 2028 laufen wird und mit bis zu 40 000 Euro pro Jahr 10 000 Euro mehr als bisher ausschüttet. Auch hierfür ist die Ko-Finanzierung von Land, Landkreis und Gemeinde eine Voraussetzung. Der Gemeindeanteil beläuft sich weiterhin auf 2 500 Euro jährlich, die gleiche Summe kommt vom Landkreis Hildesheim, das Land Niedersachsen bleibt mit 5 000 Euro jährlich im Boot – sofern die drei den Anträgen des Komm auf die Förderung stattgeben. Die Nordstemmer Politik – in Form der Mitglieder des Fachausschusses Bildung, Kultur und Soziales – signalisierte am 22.09.2020 deutlich die Bereitschaft, das finanzielle Engagement der Gemeinde fortzusetzen. … Christoph Bauch brachte die Idee ins Spiel, den Gemeindezuschuss zu erhöhen, sofern dies keine negativen Auswirkungen auf die Zuschüsse der anderen Förderer mitsichbringen würde. Angesichts der komplizierten Förderkulisse und der Notwendigkeit, rasch die Anträge über die Bühne zu bringen, verständigte sich das Gremium schließlich darauf, das Komm an anderer Stelle – etwa bei einem Projekt – zusätzlich zu unterstützen. (Quelle: LDZ 25.09.2020)

Bürgermeisterwahl

Wer soll das Amt von Bürgermeister Norbert Pallentin in der Gemeinde Nordstemmen übernehmen? Bislang bewerben sich Nicole Dombrowski für die CDU, Gerald Ludewig (SPD), Holger Schröter-Mallohn (Grüne) und der parteilose Peter Ulf Geisler. Nun haben auch die Unabhängigen ihre Linie festgelegt. „Wir geben keine Empfehlung ab“, erklärte Hajo Ammermann von den Unabhängigen auf HAZ-Nachfrage. Auch ein eigener Kandidat kommt für sie nicht in Frage. Die Unabhängigen haben aber etwas anderes vor: Sie wollen den Bürgern die Kandidaten bei einer eigenen Veranstaltung in Adensen vorstellen. Dies begründet Ammermann mit Blick auf die Bedeutung des Bürgermeisteramts so: „Wir als Unabhängige haben in unseren Reihen aktuell keinen eigenen Kandidaten, der sich dieser Verantwortung stellen mag, aber wir möchten sehr gern allen Bewerbern eine Möglichkeit geben, sich den Bürgern und auch uns Unabhängigen vorzustellen.“ Dazu wollen die Unabhängigen alle Bewerber nach Adensen einladen, damit sie sich bei einer Informationsveranstaltung präsentieren und Fragen der Bürger beantworten. Ammermann schränkt aber ein. „Durch Corona können wir hier leider nur sehr kurzfristig reagieren und hoffen noch, Ende August/Anfang September eine für alle Teilnehmer sichere Veranstaltung anbieten zu können.“ Den Unabhängigen ist es wichtig, den Bürgern zu zeigen, wer sich bewirbt. Die Bürger sollen sich persönliche  Eindrücke machen können. „Oft sind es nur Kleinigkeiten, die das Ansehen und die Einschätzung der  Bewerber beeinflussen. Es ist immer eine Personenwahl außerhalb von Parteivorlieben.“ … (Quelle: HiAZ 03.07.2020)

Freibad-Preise

Einstimmig billigte der Rat den Vorschlag der Verwaltung, dass die Brutto-Eintrittspreise fürs Nordstemmer Freibad unverändert bleiben. Hajo Ammermann erinnerte daran, dass die Bundesregierung für die zweite Jahreshälfte eine Senkung der Umsatzsteuersätze angekündigt hatte. „Wir müssten dann unsere Entgelte mit fünf statt mit sieben Prozent versteuern“, stellte er fest. Allerdings würde dies beispielsweise bei einer Familienkarte nur zu einer Preisreduzierung von 155 auf 152 Euro pro Saison führen. Bei der preiswertesten Karte  (Abendkarte Kinder/Jugendliche, ab 18 Uhr) seien es gerade einmal drei Cent. Eine entsprechende Umstellung würde zu einem unverhältnismäßig großen Verwaltungsaufwand führen. (Quelle: HiAZ 27.06.2020)

900 Jahre Adensen

Wie im Infobrief für Januar 2020 berichtet, sollte im Sommer das große Jubiläumsfest zur 900-Jahr Feier in Adensen stattfinden. Nun verkündete die stellvertretende Ortsbürgermeisterin Heike Niederhut-Bollmann: „Das Familienfest im Juli muss verschoben werden. Wie sind sehr enttäuscht. Aber die Gesundheit geht vor.“ „Auch wenn viele der Corona-Maßnahmen gelockert werden, die Sicherheit geht vor. Deshalb planen wir das Fest für den Sommer 2021, dann feiern wir eben 901 Jahre“, zeigt sich Ortsbürgermeister Oliver Riechelmann zuversichtlich. „Aber wir müssen zunächst den neuen Termin finden und ihn auch mit den anderen Veranstaltungen im Ort abstimmen. Daran werden wir nun mit den Vereinen und Organisationen arbeiten“, sagt Riechelmann. Fraglich war bisher, ob die Jubiläumsparty am 5. September 2020 steigen kann, aber das Team hat sich nun schweren Herzens dafür entschieden, auch für diese einen neuen Termin im nächsten Jahr zu suchen. „Im Moment ist noch nicht klar, ob eine so große Veranstaltung im September überhaupt erlaubt sein wird. Gibt es im September vielleicht noch strenge Hygieneauflagen, die wir nicht erfüllen können oder wollen? Da feiern wir lieber unbeschwert ein Jahr später“, meint die stellvertretende Ortsbürgermeisterin Heike Niederhut-Bollmann. „Wir stehen im Kontakt mit den Sponsoren und betroffenen Unternehmen. Die bereits gekauften Eintrittskarten behalten selbstverständlich ihre Gültigkeit“, so Niederhut-Bollmann. Die hat bei alledem ihren Humor nicht verloren. „Jetzt hoffen wir, dass es beim eigentlich vorgesehenen Festtermin am 5. Juli wie aus Eimern regnet, dann sind wir wegen der Verschiebung  nicht mehr so traurig.“ (Teilzitat Quelle: HiAZ 09.06.2020)

Bedarf übersteigt die Möglichkeiten

Als „Drahtseilakt“ beschrieb Heike Niederhut-Bollmann die aktuelle Situation in der DRK-Kindertagesstätte in Adensen, als ein durch die Elternschaft angeregter Antrag während der

Adenser Ortsratssitzung zur Sprache kam. Denn der Bedarf habe sich geändert, immer mehr jüngere Kinder sollen in der Kita betreut werden. Doch sei es nicht leicht, Kinder unter drei Jahren zeitgleich mit baldigen Schulanfängern altersgerecht zu betreuen. Zwar seien die Mitarbeiter motiviert und engagiert und würden alles möglich machen, um dem Bedarf der Kinder gerecht zu werden. So sei etwa der ehemalige Bücherei-Raum schon im vergangenen Jahr zu einem Schlafraum für die Jüngsten umgebaut worden. „Und für die Bücherei haben die Erzieher ihre Garderobe geopfert“, schilderte die stellvertretende Ortsbürgermeisterin, selbst Mutter von in der Kita zu betreuenden Kindern. Da es sich bei der Adenser DRK-Einrichtung nicht mehr um einen Kindergarten, sondern eine Kindertagesstätte handelt, sei nicht nur der zeitliche Aufwand, sondern auch der räumliche Bedarf gestiegen. Und inzwischen sei die Kita an die Grenze ihrer Kapazitäten gelangt – zumal die lange Warteliste den Trend der früheren Betreuung deutlich erkennen lasse: Der Großteil davon sei unter drei Jahre alt. Nicole Dombrowski, bei der Gemeinde für die Kinderbetreuung zuständig, habe sich bereits vor Ort ein Bild gemacht – und es gebe tatsächlich keine Möglichkeiten mehr, um den Bestand besser nutzen zu können. Das DRK Hannover stehe hinter der Idee, den Bau zu erweitern, denkbar sei auch ein Neubau auf einem Nachbargrundstück. Der Ortsrat beauftragte die Gemeinde einstimmig mit der Prüfung des Bedarfs und der Möglichkeiten zur Erweiterung der DRK-Kita in Adensen. (Quelle: LDZ 14.02.2020)

 

Löschteich-Rückbau und Haltestellen-Aufgabe

Die Adenoyser Straße und die Dorfstraße in Adensen standen während der Adenser Ortsratssitzung eine gewisse Zeit im Fokus. So berichtete Gemeindemitarbeiter Tobias Cieplik von einer Begehung vor Ort, nachdem auf die irritierende Parksituation auf der Adenoyser Straße hingewiesen worden war. „Es ist teilweise ziemlich schwer zu erkennen, ob die Grünstreifen früher mal Schotterstreifen waren, so dass man dort eigentlich parken darf“, so Cieplik. Andersherumgebe es Flächen, die so zerfahren seien, dass nicht ersichtlich ist, ob es eigentlich ein Grünbereich ist. Er versprach eine entsprechende Drucksache für die Maisitzung, dann eine entsprechende Herrichtung und schließlich Kontrollen. Ab April sollen die Arbeiten an der Dorfstraße erfolgen, wie sein Kollege und Ortsratsbetreuer Pascal Dißmer mitteilte. Nach einer Ausbesserung von Unebenheiten wie Absenkungen und  Schlaglöchern soll das so genannte Mini-Mix-Verfahren Anwendung finden, bevor die Straße in ihrer Gesamtheit einen neuen Dünnschichtbelag erhält. Für den Ausbau der Kreisstraße 506 (Neustadt/Hallerburger Straße) werde für Mai eine konkrete Terminplanung erwartet. Im Sommer soll das Ausschreibungsverfahren beginnen. Die Sanierung der K 505 könne  aufgrund der Umleitung erst nach der Fertigstellung der Brücke in Burgstemmen beginnen – mit Rücksicht auf die Rübenkampagne frühestens im Frühjahr 2021. Nicht sehr glücklich zeigte sich der Ortsrat über die geplante Aufhebung von Bushaltestellen. Demnach sollen die Haltestellen Bergwinkelsweg in Adensen und Burgweg in Hallerburg entfallen, die  Haltestellen Am Hainsacker und Hallerburg gen Westen verlegt werden. „Im Zuge der Planung soll gewährleistet werden, dass Fußgänger die Bushaltestellen sicher erreichen können“, sagte Dißmer ergänzend, denn zum Teil gibt es in den geplanten Bereichen keine Gehwege. Bewegung gibt es im Frühjahr auf den Spielplätzen in Adensen: Im Schlingen soll das aktuelle Spielgerät abgebaut und durch eine neue Spielkombination ersetzt werden. Der Spielplatz Untere Wanne soll demnächst einen neuen Sandkasten erhalten.

Die Einwohner kamen in der Fragestunde auf den Löschteich am Pussenweg zu sprechen. Dieser sei von der Gemeinde und der Unteren Naturschutzbehörde begutachtet worden, erklärte Tobias Cieplik. „Was mit dem Teich an sich passiert, kann ich noch nicht sagen“, erklärte er. Denn fraglich sei noch, wie erhaltenswert er ist. Grundsätzlich sollen Gewässer erhalten bleiben, doch sei dieser Teich künstlich angelegt und trockne auch immer wieder aus.

Angedacht sei derzeit, den Teich zurückzubauen und auf das Gelände Wassertanks zu bauen – alternativ in unmittelbarer Umgebung –, um wieder eine ausreichende Löschwasserversorgung zu gewährleisten.

Weiteres Thema war die Parksituation am Thie. Eine entsprechende Anfrage hatte Ortsratsmitglied Daniel Freitag an die Gemeinde gerichtet. Denn der dortige Hydrant könne nicht von der Feuerwehr bedient werden, wenn Autos zu dicht davor parken – und das komme öfter vor. Das liege wohl auch daran, dass die Pflasterung der Fläche rund um den Schaukasten sich kaum von den Parkflächen in diesem Bereich unterscheide – zudem habe sie bereits durch die parkenden Fahrzeuge gelitten. Dem stimme die Gemeinde zu, betonte Cieplik, und schlug als Lösung vier überfahrbare, rot-weiße Poller vor, was mit 1 000 Euro im Haushalt der Gemeinde berücksichtigt werden könnte. Bei einem Ortstermin wollen sich die Ortsratsmitglieder eine Vorstellung davon verschaffen, wie sich die Poller auf das  Erscheinungsbild der Fläche auswirken könnten, und schließlich im Rahmen ihrer Mai-Sitzung einen entsprechenden Beschluss fassen. (Quelle: LDZ 12.02.2020) 

Wechsel im Vorstand

Die Unabhängige Wählergemeinschaft Nordstemmen hat sich im Sitzungsraum des Feuerwehrgerätehauses Adensen zu ihrer Jahreshauptversammlung getroffen. Nach seiner Begrüßung und Eröffnung berichtete Vorsitzender Hajo Ammermann aus der Arbeit des Gemeinderates, in dem die Unabhängigen mit zwei Mandatsträgern (Hajo Ammermann und Christoph Bauch) vertreten ist. Weiterhin berichtete Oliver Riechelmann, außerdem Adensens  Ortsbürgermeister, von der Arbeit des Ortsrates im vergangenen Jahr. Nach dem Vortrag des Kassenberichts durch Sören Kreipe wurde die Entlastung des Vorstands beantragt und einstimmig beschlossen. Neuwahlen Weiterhin auf der Tagesordnung stand die Neuwahl des Vorstandes. Im Vorfeld verkündete Vorsitzender Hajo Ammermann, dass er aus Zeitmangel nicht wieder für sein Amt antreten wird und lieber in die zweite Reihe zurücktreten möchte. Daraufhin wurde Oliver Riechelmann für den Vorsitz aus der Versammlung vorgeschlagen und auch einstimmig gewählt – für das ihm entgegengebrachte Vertrauen bedankte er sich bei den Versammlungsteilnehmern. Ebenfalls einstimmig erfolgten die weiteren Wahlen: Hajo Ammermann steht Oliver Riechelmann dafür ab sofort als zweiter Vorsitzender zur Seite, Sören Kreipe wurde als Kassenwart bestätigt. Künftig möchten die Mitglieder der Unabhängigen ihr Hauptaugenmerk verstärkt darauf setzen, die Bürger zu  erreichen und sie dafür zu begeistern, sich politisch für den Ort zu engagieren. Immerhin fällt der Blick schon jetzt auf die bevorstehende Kommunalwahl im kommenden Jahr, wofür wieder Kandidaten gesucht werden. Im Anschluss an die Jahreshauptver-sammlung ging es für die Mitglieder zum geselligen Teil über – gereicht wurde wieder die traditionelle Schlachteplatte.

Quelle: LDZ 01.02.2020

Jubiläum steht 2020 im Fokus

Ein Highlight des vergangenen Jahres 2019 ist aus Sicht von Ortsbürgermeister Oliver Riechelmann das Zeltfest, das vom VfL Adensen-Hallerburg ausgerichtet wurde. „Das ist für den Ort sehr wichtig“, findet er – und er erlebe den Zuspruch auf diese Art von Veranstaltung als sehr positiv: „Auch unsere Seniorenweihnachtsfeier, der Weihnachtsmarkt und der Neujahrsempfang waren sehr gut besucht.“ Auch, wenn die Einladungen aus Datenschutzgründen nicht mehr so gezielt erfolgen können wie noch vor wenigen Jahren, seien gute Möglichkeiten gefunden worden, an die Leute heranzutreten. So gebe es etwa einen Stammtisch in Adensen, der aus den Ortsratsmitgliedern und 15 bis 20 weiteren aktiven Adensern besteht. Dinge, die darin besprochen werden, sprechen sich Riechelmann zufolge auch schnell im Dorf herum. „Es ist ein Manko, dass der Dorfladen wegfällt. Dort konnte man immer noch mal etwas aushängen und so die Leute erreichen“, bedauert der Ortsbürgermeister die Schließung von „Langes Dorfladen“ im vergangenen Jahr. Als Alternative war ab Ende Mai ein Marktstand organisiert worden, der jeden Mittwoch anfangs für eine, später für zwei Stunden am Thie stand. „Das wurde super angenommen“, erzählt Oliver Riechelmann von einer regelmäßigen Schlange vor dem Wagen. Doch offenbar war der Beschicker dann anderweitig eingespannt, Ende Oktober wurde das Angebot eingestellt. „Wir werden eventuell ins Auge fassen, ob wir da noch mal jemanden kriegen“, überlegt der Adenser, denn der Bedarf sei in dem Ort allemal gegeben.

Entspannt habe sich die Parksituation auf der Adenoyser Straße seit Einsatz der Politesse, auch wenn nach wie vor gelegentlich in der Kurve vor dem ehemaligen Dorfladen geparkt werde. Eines jedoch sei immer wieder in Adensen Thema: Viele Autofahrer würden sich nicht an das Tempolimit halten, insbesondere nicht auf der Straße „Am Mühlenfeld“. „Jeder weiß eigentlich, dass in ganz Adensen jetzt Tempo 30 ist und damit rechts vor links gilt“, so Riechelmann. Er zeigt sich gespannt auf die Ergebnisse des Straßenseitenradars der Gemeinde, das in diesem Jahr für einen Monat installiert werden könnte und in dieser Zeit unauffällig die Fahrzeuge und ihre Geschwindigkeiten misst. Ärgerlich sei eine weitere Sache aufgestoßen: Erst kürzlich habe er gut 15 gefüllte Hundekotbeutel an der Ecke zur Albesgasse gefunden. Es sei schon nicht verständlich, wenn die Hinterlassenschaften der Vierbeiner achtlos liegengelassen werden, doch sie erst aufzusammeln und dann im Beutel auf offener Straße zu entsorgen, sei noch eine Nummer härter. „Wir bezahlen für die Beutel jedes Jahr richtig Geld“, übernehme der Ortsrat die Kosten dafür. Ein ehemaliges Ortsratsmitglied übernimmt noch immer die Befüllung der Beutelspender. Erfreulich sei dagegen, dass die Hallerbrücke nach der Sanierung wieder befahren werden kann. Viele Adenser hätten in der Zeit der Sperrung Umwege in Kauf nehmen müssen. Die Bürger, die direkt an der K 505 wohnen, hätten hingegen die Ruhe vor allem im Sommer genießen können. „Dennoch sind wir froh, dass die Straße jetzt wieder auf ist“, so Riechelmann. Das nun angebrochene Jahr dürfte für die Adenser vor allem durch eines geprägt werden: die 900-Jahr-Feier. „Da sind wir jetzt schwer mit beschäftigt“, verrät Oliver Riechelmann, der betont, dass bereits Karten für die Jubiläumsparty am 5. September erhältlich sind. Dann sind alle Adenser, Hallerburger und weitere Interessierten ins Festzelt auf dem Festplatz zwischen Adensen und Hallerburg eingeladen. Die Band und ein Wirt sind bereits engagiert, so dass alle Adenser auch selbst mitfeiern können. Die Karten kosten 15 Euro und sind im Landhaus Adensen sowie bei Oliver Riechelmann und seiner Stellvertreterin Heike Bollmann erhältlich. Darüber hinaus findet bereits am 5. Juli ein großes Bürgerfest mit Gottesdienst, Festakt und anschließendem Programm auf dem Sportplatz statt, an dem alle Adenser Vereine und Institutionen mitwirken. Für beide Veranstaltungen hofft der Ortsbürgermeister auf rege Teilnahme und appelliert an die Adenser Bürger: „Eine 1000- Jahr-Feier wird von uns keiner mehr erleben.“

„Das Tagesgeschäft werden wir aber auch nicht aus den Augen verlieren“, verspricht Oliver Riechelmann, sich auch in diesem Jubiläumsjahr für die anderen Belange Adensens einzusetzen. „Wir sind hartnäckig und nerven weiter“, kündigt er etwa in Bezug auf den lange ersehnten Ausbau der K 506 im Ort an, dessen Planfeststellung derzeit vorbereitet werde.

(Quelle: LDZ 09.01.2020)

Weihnachtsmarkt

Auch in diesem Jahr hat sich der Adensener Ortsrat gemeinsam mit dem Ortsvorsteher aus Hallerburg um die Organisation des am 30.11.2019 stattfindenden Weihnachtsmarkt gekümmert. „„Der Weihnachtsbaum muss dringend geschlagen, aufgestellt und geschmückt werden, und rund um die Veranstaltung ist noch einiges zu organisieren“, sagt Ortsbürgermeister Oliver Riechelmann und ist auch in diesem Jahr wieder dankbar für die tatkräftige Unterstützung aus dem Dorf. In diesem Jahr hat der Ortsrat Adensen ausnahmsweise auch einen kleinen Stand auf dem Weihnachtsmarkt. „Wir wollen die Besucher über die Feierlichkeiten zum Jubiläum 900 Jahre Adensen informieren und mit dem Kartenvorverkauf für die Jubiläumsparty im September beginnen“, erklärt Riechelmann. (Teilzitat Quelle: LDZ 26.11.2019)

 

Ortsrat hat das Dorfjubiläum fest im Blick

Die Quelle des Teiches am Pussenweg in Adensen ist inzwischen versiegt. Darüber informierte Ortsratsbetreuer Pascal Dißmer im Rahmen der Sitzung des Ortsrates Adensen. „Insofern muss sich Gedanken gemacht werden über eine Alternative“, stehe man in Kontakt mit der Feuerwehr bezüglich der Funktion als Löschteich, außerdem sei ein Ingenieurbüro mit entsprechenden Planungen beauftragt worden. Denkbar sei aktuell etwa der Bau einer Zisterne. Keine Neuigkeiten dagegen konnte er für den Ausbau der Kreisstraße 506 (Neustadt/ Hallerburger Straße) überbringen. „Sehr traurig – für uns –, dass es da nicht weitergeht“, kommentierte Ortsbürgermeister Oliver Riechelmann, der sich in dieser Sache mehr Aktivität vom Landkreis wünscht. Doch mit der Dorfstraße soll es schon in der kommenden Woche vorangehen, wie Dißmer informierte. Ab Montag, 28. Oktober, soll zunächst eine Schutzschicht aufgetragen werden, bevor im kommenden Jahr eine umfassende Sanierung der Straßenoberfläche bevorsteht. In Bezug auf die seit Februar gesperrte Hallerbrücke sei derzeit angedacht, den Neubau bis Ende des Jahres abzuschließen. „Wollen wir hoffen, dass es dabei auch bleibt“, so Dißmer. Die folgenden Beschlüsse wurden zügig und nach kurzen Erläuterungen gefasst, bei den Abstimmungen waren sich alle Ortsratsmitglieder einig. So beantragten sie für das kommende Jahr eine einmalige Erhöhung der Ortsratsmittel für Adensen um 1 000 Euro mit Blick auf die in 2020 anstehende 900-Jahr-Feier. „Das ist alles nicht ganz billig, wenn man da etwas auf die Beine stellen möchte“, fasste Oliver Riechelmann zusammen und erinnerte noch einmal an die angedachten Termine am 5. Juli und 5. September. Aus diesem Grund sollen auch die nach Ablauf dieses Jahres voraussichtlich noch übrigen Ortsratsmittel in Höhe von 1 300 bis 1 400 Euro als Rückstellung ins kommende Jahr mitgenommen werden. Darüber hinaus beantragte der Adenser Ortsrat den Abbau eines Spielgerätes auf dem Spielplatz „Am Schlingen“, das von den Adenser Kindern nicht genutzt werde. „Das Teil ist eigentlich noch wie neu und kann gerne irgendwo anders noch verwendet werden“, so Riechelmann, der auch die Spielkombination „Exotics Telgte“ vorstellte, die stattdessen für den Spielplatz angeschafft werden soll. Dieses sei bereits im Haushalt vermerkt. „Dann kann der Spielplatz endlich wieder richtig genutzt werden“, sagte der Ortsbürgermeister.

Den Tagesordnungspunkt für Anfragen nutzte Ortsratsmitglied Daniel Freitag, um die Parksituation am Thie anzusprechen. Seit Einsatz der Politesse habe sich das Parkverhalten auf der Adenoyser Straße deutlich verbessert, doch würde nun regelmäßig der Platz vor dem Schaukasten blockiert und damit auch ein Hydrant, was vor allem aus feuerwehrtechnischer Sicht problematisch sei. (Quelle: LDZ 23.10.2019)

Aus dem Rat

In der Sitzung des Fachausschusses für Bildung, Kultur und Soziales am 12.09.2019 wurde das Thema Erhöhung des Eintritts im Freizeitbad Nordstemmen erörtert. Hajo Ammermann störte sich am Preisindex bei der prozentualen Erhöhung in den Folgejahren, der offenbar in der Vorlage nicht korrekt aufgenommen wurde. „Es war ein zähes Ringen im Arbeitskreis“, so Ammermann. Auf Antrag wurde die Vorlage als beraten angesehen und in die Fraktionen zurückverwiesen. Zwischenzeitlich hat der Gemeinderat grünes Licht für die Erhöhung der Eintrittspreise gegeben.

Einstimmig hat sich der Gemeinderat dafür ausgesprochen mit der Stadt Elze in Fusionsverhandlungen einzutreten. Ziel soll eine Einheitsgemeinde sein. „Elze soll wissen, wo für uns die Zielrichtung hingeht“, betonte Christoph Bauch.

26.09.2019

Fusion

Zur möglichen Fusion mit der Stadt Elze gab es in der letzten Ratssitzung eine „Aktuelle Stunde“. Ein halbes Jahr ist seit Beginn der Fusionsgespräche vergangen. … „Die Fakten liegen auf dem Tisch. Und auch wir möchten, dass wir eine Einheitsgemeinde werden, wenn wir fusionieren“, sagte Hajo Ammermann dazu. Sein Parteikollege Christoph Bauch fasste zusammen, dass sich alle Fraktionen einheitlich für die Bildung einer Einheitsgemeinde ausgesprochen hatten, sofern es zur Fusion mit Elze kommen sollte. Er stellte daraufhin den Antrag, während der nächsten Ratssitzung im September den Beschluss zu fassen, nur in Fusionsverhandlungen einzutreten, wenn eine Einheitsgemeinde das Ziel ist. Einstimmig folgte das Gremium seinem Vorschlag. (Quelle: LDZ 04.07.2019)

Entwicklung in Adensen/Hallerburg

Im Landhaus Adensen trafen sich Politik- und Vereinsvertreter um über die Herausforderungen von Adensen und Hallerburg zu diskutieren. Ortsbürgermeister Oliver Riechelmann wies bei dem Treffen zum wiederholten Male darauf hin, dass es wichtig sei, dass der Ort ein Baugebiet bekommt. Angesprochen wurde auch das Thema Mobilität. … Für eine bessere Verbindung zwischen den Ortschaften der Gemeinde Nordstemmen favorisiert Norbert Pallentin einen Bürgerbus, einen Neunsitzer, der durch die Dörfer tourt. Nicht nur vor dem Hintergrund des jüngst eingestellten nächtlichen Anrufsammeltaxis bleibt die entscheidende Frage nach der Akzeptanz. „Wird der auch angenommen?“, zeigte sich Jobst Gercke skeptisch. Ob ÖPNV, Dorfladen, Vereine oder Veranstaltungen: Das Angebot muss von der Bevölkerung auch genutzt werden. Man treffe auf Veranstaltungen immer dieselben Leute, hat Gercke beobachtet. Der Kommunalpolitiker und TTC-Vorsitzende brachte die Frage auf: „Wie kriege ich die, die nur hier schlafen?“ Eine Lösung hatte niemand parat. Das Kernproblem ist aus Sicht des stellvertretenden Ortsbrandmeisters, Stephan Mauska, ein gesamtgesellschaftlicher Wandel. Für viele sei das Dorfleben „nicht mehr so das Nonplusultra“ im eigenen Lebensentwurf. Oliver Riechelmann ergänzte: „Die, die aktiv werden wollen, sind es.“ Zu dem gesellschaftlichen Wandel gehöre auch eine gewisse Widersprüchlichkeit. Der Ortsbürgermeister zeigte sich verwundert, dass sich Bürger auf der Informationsveranstaltung zum Thema Fusion für den Erhalt der Ortsräte stark machen. Auf der anderen Seite finde sich aber kaum noch jemand, der auch zu einer Kandidatur und politischer Arbeit in dem Gremium bereit sei. Ein anderes Beispiel brachte Norbert Pallentin auf den Tisch. Ihn ärgere das in der Bevölkerung herrschende Desinteresse. Viele rührten sich erst, wenn sie selbst betroffen seien, bedauerte der Gemeindebürgermeister,  „und dann gibt es ein Riesengeschrei. Schade.“ (Quelle: LDZ 22.06.2019)

Aus dem Rat

Der Finanzausschuss war geteilter Meinung hinsichtlich eines Antrags der Grünen zur Einrichtung eines Klimaschutz-Fonds für neue Baugebiete. Angedacht ist, den Kaufpreis je Quadratmeter um 10 € zu erhöhen. Aus den zusätzlichen Erlösen soll ein eigenständiger Fonds gebildet werden. Christoph Bauch wandte ein, dass für ein kleines Baugebiet wie das jetzige (Korbmacherstraße in Nordstemmen) der Verwaltungsaufwand viel zu groß wäre. Auch müsse die Entscheidung für alle folgenden Baugebiete getroffen werden. Die Verwaltung wird nun die Idee prüfen und bewerten. (Teilzitat: LDZ 20.06.2019)

20.06.2019

Markt

Der Ortsrat in Adensen hat sich bemüht einen Ersatz für “Langes Dorfladen” zu finden. Bereits ab dem 29.05.2019 steht jeden Mittwoch von ca. 14-15 Uhr Francesco Tineo mit seinem Marktwagen auf dem Thie. Angeboten werden verschiedene Lebensmittel wie Eier, Obst- und Gemüsesorten, je nach Bestellung auch Geflügel-Produkte. Das Angebot könnte nach Bedarf noch erweitert werden. “Wir versuchen so noch mal irgendwie ein Angebot auf die Beine zu stellen”, so Riechelmann.

28.05.2019

„Man ist das Thema leid“

Adenser müssen länger auf Ausbau der Dorfstraße warten

Auch in diesem Jahr wird es mit der Sanierung der Adenser Dorfstraße voraussichtlich nichts. Das teilte Verwaltungsmitarbeiter und Ortsratsbetreuer Pascal Dißmer im Rahmen der Ortsratssitzung mit und stieß dabei auf viel Unbehagen. Grund dafür, dass die Maßnahmen sich weiter verzögern, sind vor allem die diversen Kanalarbeiten. Doch für den Ortsrat ist der Zustand der Dorfstraße nicht weiter hinnehmbar. Die großen und tiefen Schlaglöcher stellen nicht nur eine Gefahr für Autofahrer, sondern auch für Kinder dar, die dort mit ihren Kinderfahrzeugen unterwegs sind. Auch sei es nur eine Frage der Zeit, bis ein Autofahrer den ersten Steinschlag in der Scheibe hat. „Man ist das Thema im Ortsrat leid, es läuft seit zwei Jahren. Die Gemeinde kommt ihrer Verpflichtung nicht nach. Kanalbefahrungen hin oder her, die Verwaltung muss endlich eine Lösung finden“, kritisierte Jobst Gercke und plädierte im schlimmsten Fall für eine Notfallsanierung der Straße. Nachdem seit April der ruhende Verkehr in Adensen überwacht worden war, gab Pascal Dißmer nun auch die Ergebnisse bekannt. So gab es insgesamt elf Parkverstöße – drei davon allein auf der Adenoyser Straße.

Auf die Frage einer Bürgerin, wie der Adenser Ortsrat zum Thema Fusion stehe, wollte man sich noch nicht positionieren. „Es ist schon eine schwierige Thematik für die Leute, die sich aktuell damit beschäftigen. Für den Laien ist es aber noch schwieriger. Als Ortsrat haben wir uns deshalb entschieden, keinen Input zu geben“, so Riechelmann.

Nachdem sich Anwohner der Straße „Am Mühlenfeld“ mit der Bitte an den Ortsrat gewandt hatten, eine Geschwindigkeitsmessanlage aufzustellen, stimmten die Ortsratsmitglieder schließlich dafür.

Weiterhin entschied man über die Prüfung eines möglichen Stromanschlusses am Festplatz. „Bisher wurden bei Dorffesten immer Bauverteiler aufgestellt, ein Anwohner hat seinen Strom zur Verfügung gestellt. Doch ewig wird das nicht so weitergehen, und es muss eine andere Lösung gefunden werden. Nun sollen der Standort geprüft und ermittelt werden, welche Leistungszahl dort nötig ist und welche Kosten entstehen würden“, so Oliver Riechelmann. (Quelle Text+Bild: LDZ 23.05.2019)

Leserbrief

Leserbrief aus der LDZ vom 16.04.2019:

Bürgerbegehren – allein der Begriff ist schon spannend. Dieser so oft zitierte Bürger, der immer dann Erwähnung findet, wenn er als Synonym für die Gesamtheit aller Einwohner herhalten muss, begehrt etwas. Will laut Initiatoren des Fusionsbegehrens nicht weniger als die Demokratie „leben“. Ein Traum. Alle machen mit. Alle bringen sich ein. Einwohnerfragestunden platzen aus allen Nähten. Toll. Wäre schön. Leider sieht die Realität anders aus. Für die Ratsherr*innen (m/w/d) lebt dieser „Bürger“ meist unsichtbar. Ist vermutlich gerade auf seinem Sofa oder im Garten, wenn stundenlange Ausschusssitzungen, langwierige Arbeitskreise oder zähe Ratssitzungen stattfinden. Verständlich. Nur die wenigsten haben Lust, ihre Freizeit ehrenamtlich für die Allgemeinheit einzusetzen, sich mit Dingen zu beschäftigen, die „keine Sau“ interessieren und doch wichtig sind. Fakten und Daten zusammentragen, abwägen, leidenschaftlich diskutieren, nur um am Ende aller Tage doch feststellen zu müssen, dass man keine Mehrheit für seine Meinung zusammenbekommt. Mühselig, oft brotlose Kunst und als Reaktion darauf maximal Leserbriefschreiber, die zwar nie da sind, einem vom Sofa aus aber Wirtschaftsmodelle, Geldverschwendung und den eigenen Antrieb für die Motivation zum Machterhalt erklären. Sehr löblich. Wie herrlich einfach ist es da, ein Bürgerbegehren anzuschieben, die Demokratie auf eine einzige Frage zu reduzieren, die eindeutig mit Ja oder Nein zu beantworten ist. Bei der Fusion lautet sie sinngemäß: „Sind Sie dafür, dass Sie dagegen sind?“. Eine Frage für die Ewigkeit! Wie ein Leitbild. Geht immer und holt die Bürger ab. Laut Herrn Günter Lassen geht es um fehlende Transparenz, falsche Zahlen und  Steuererhöhungen. Schwere Vorwürfe. Spätestens, wenn seine Mitstreiter noch eine mögliche Schließung des Freibads in die Waagschale werfen, haben sie den Bürger. Dagegen! Aufregung unabhängig feststehender Fakten. Während alle Ratsmitglieder noch in Arbeitskreisen vertieft sind, sich in unzähligen Stunden Fragestellungen zu den Themen Infrastruktur, Verwaltung, Finanzen und Recht bearbeiten, um im Mai die seit Monaten geplanten Informationsveranstaltungen für die Mitmenschen halbwegs kompetent abhalten zu können, redet Herr Lassen von Transparenz. Als Mitglied der Lenkungsgruppe sollte ihm das Leitbild der ergebnisoffenen Fusionsgespräche bekannt sein: „Kein Bürger darf schlechter gestellt sein.“ Das steht über allem. Ganz konkret und sogar transparent. Der geforderten Transparenz hilft es zudem mehr, aktiv an Lösungen der Fragestellungen mitzuarbeiten und selbst Zahlen und Fakten zusammenzutragen, als über falsche Zahlen und Steuererhöhungen zu sinnieren. Dann wäre zum Beispiel auch klar, dass der Arbeitskreis Infrastruktur einstimmig für den Erhalt beider Freibäder eintritt. Gelebte Demokratie bedeutet Mitmachen, denn das macht sie aus. Ich freue mich daher über jeden, der diese Demokratie mit Leben füllt und vom Sofa runterkommt. Der Initiative wünsche ich gutes Gelingen, denn was kann uns Besseres passieren, als wenn 100 Prozent der Einwohner nach Abwägung aller Fakten eine weise Entscheidung treffen, die für mehrere Generationen von Bedeutung sein wird? Dann hätten alle Bürger im Sinne des Bürgers entschieden.

gez. Hajo Ammermann, Ratsherr der Unabhängigen

Windkraftanlagen

Der Bau von neuen Windkraftanlagen zwischen Rössing, Heyersum und Klein Escherde rückt in greifbare Nähe. Einstimmig votierte der Gemeinderat Nordstemmen am Dienstagabend für die erneute Auslegung des geänderten Flächennutzungsplans. Christoph Bauch erinnerte daran, dass die Gemeinde Nordstemmen nun zwei Flächen vorhalte, die sich für den Bau neuer Windräder eignen. Zum einen sei dies die Konzentrationsfläche zwischen Rössing und Klein Escherde und zum anderen könne der bisherige Standort bei Adensen ausgebaut werden. „Mit diesen beiden Flächen können wir einen Wildwuchs von weiteren Windkraftanlagen im Gemeindegebiet verhindern“, unterstrich Bauch.

Er erinnerte allerdings auch daran, dass die Ortsräte Klein Escherde und Rössing den neuen Windkraftstandort zwischen ihren Orten grundsätzlich abgelehnt hatten. Die erneute öffentliche Auslegung des geänderten Flächennutzungsplanes wurde erforderlich, nachdem die Gemeinde wegen archäologischer Funde zwei Teilbereiche aus der Konzentrationsfläche bei Rössing herausgenommen hatte. Zwischenzeitlich hat die Untere Denkmalschutzbehörde aber klargemacht, dass der Denkmalwert einer der beiden Fundstellen sehr gering sei und einem Bau von Windrädern nicht im Wege steht.

(Quelle: HiAZ 28.03.2019)

Baugebiet ist „ein wichtiges Anliegen“

Adensens Ortsbürgermeister Oliver Riechelmann spricht im LDZ-Jahresgespräch über aktuelle Themen im Dorf sowie über Pläne und Ziele für dessen weitere Entwicklung. Dabei sind nach wie vor der geplante Straßenausbau und der Verkehr im Fokus, aber auch die Hoffnung auf ein neues Baugebiet. „Das Wichtigste für uns war, dass wir im Oktober in der Ortsratssitzung einen Antrag auf Änderung des Flächennutzungsplans gestellt haben – für ein Baugebiet“, beschreibt Adensens Ortsbürgermeister Oliver Riechelmann das erste, was ihm in den Sinn kommt, wenn er an das vergangene Jahr denkt. Denn die Ausweisung eines neuen Baugebietes sei ein wichtiger Schritt für die Weiterentwicklung des kleinen Ortes. „Die Einwohnerzahlen sind mittlerweile unter 900 gerutscht“, bedauert Riechelmann die Tendenz, die in Adensen wie auch in anderen Orten beobachtet werden kann. Die Menschen wollen bauen, auch in Adensen. Doch haben sie dort dazu aktuell keine Möglichkeit. „Wenn man guckt, wie Adensen in der Infrastruktur aufgestellt ist, kann man sich eigentlich nicht beschweren. Daher ist das Baugebiet für uns ein wichtiges Anliegen“, so der Ortsbürgermeister. „Man muss sich um die jungen Leute kümmern, die bauen wollen, aber man darf auch die Älteren nicht vergessen“, führt Riechelmann weiter aus. Daher habe er sich die Frage gestellt, ob womöglich auch etwas in Richtung betreutes Wohnen realisiert werden könnte. „Es gibt viele Ältere, die in einem großen Haus wohnen“, erklärt er, und diese Menschen können ihre Häuser und Gärten vielleicht nicht mehr allein unterhalten, möchten aber auch nicht aus ihrem Heimatdorf Adensen fortziehen.

Ein weiteres Thema, akut wie eh und je, ist der gewünschte Ausbau der Kreisstraße 506, Hallerburger Straße/Neustadt. Dort herrscht nach wie vor Tempo 30, seit die Oberfläche notdürftig wiederhergestellt wurde. „Aber es wird ja nicht besser“, bedauert Riechelmann den Zustand. Gerade, wenn es regnet, könne man durch das stehende Wasser die ungleichmäßige Fahrbahn erkennen. Eventuell könne zum Ende dieses Jahres mit der Auslegung des Raumordnungsverfahrens gerechnet werden. Erfreulich dagegen sei, dass endlich mit dem Neubau der Hallerbrücke zwischen Adensen und Alferde begonnen wurde. Die voraussichtlich bis Oktober anhaltende Vollsperrung werde zwar sicher anstrengend, doch sei es wichtig, dass die Maßnahme nun angegangen werde. Immer wieder Grund für Ärger liefert die Parksituation auf der Adenoyser Straße. Insbesondere im Bereich vor dem  Dorfladen komme es häufig zu Situationen, die lieber vermieden werden sollten. In der Kurve vor dem Dorfladen sei ein Teil der Grünfläche gepflastert worden, um dem Lieferwagen für den Laden die Auffahrt zu ermöglichen. Nur kann dieser die Kurve nun oft gar nicht mehr nutzen, denn seit der Pflasterung nutzen viele Autofahrer den Nebenbereich der Kurve als Parkplatz. Ähnlich sieht es im weiteren Verlauf der Straße im Kurvenbereich aus. „Wir haben nie eine richtige Aussage bekommen, ob man da nun parken darf oder nicht“, erklärt Riechelmann. Doch die Lieferungen werden trotz allem behindert. „Man kann oft nicht mehr machen als die Leute anzusprechen“, sagt der Ortsbürgermeister, der bereits angeregt hatte, dort abschließbare Poller zu installieren, die Dorfladen-Inhaber Markus Lange im Falle einer Lieferung entfernen kann. In diesem Jahr geplant sei, wie auch in den anderen Ortschaften der Gemeinde, der Umwelttag am 6. April. „Wir müssen noch mal den Fahnenmast reparieren“, kündigt er das diesmalige Projekt an. Außerdem sollen die Bänke, die über den Winter eingelagert wurden, wieder aufgestellt werden, ebenso ein neuer Hundekotbeutelspender an der Ecke Bergwinkelsweg/Schrotacker. Der Newsletter des Dorfes sei in den vergangenen Monaten etwas eingeschlafen, soll jedoch anhand eines neuen Konzeptes am Leben erhalten werden. Das diesjährige Zeltfest, das federführend vom VfL Adensen-Hallerburg organsiert wird, sei wegen des Schaustellers verschoben worden und findet nun in der Zeit von 20. bis 22. September auf dem Festplatz statt. Darüber hinaus beschäftigt den Ortsrat die Suche nach einem neuen Ortsheimatpfleger. Gerhard Fuest hatte viele Dinge für die Heimatpflege auf den Weg gebracht, gerade im digitalen Bereich, was jedoch seit seinem Unfalltod im vergangenen Jahr nicht weiter verfolgt werden konnte. „Er hatte tolle Sachen vor. So einen wie Gerd zu finden, wird natürlich schwer“, denkt Riechelmann an das große Engagement und das technische Verständnis. Doch: „Wir wären schon froh, wenn das jemand ein bisschen verwalten und auch ein paar Bilder machen würde.“

Die Arbeit im Ortsrat funktioniere derweil gut, alle vier Wochen treffen sich die sechs Mandatsträger zusammen mit den beiden Adenser Ratsmitgliedern, um sich auszutauschen und nicht aneinander vorbeizuarbeiten. „Wir sind auch dankbar über Leute, die sich für den Ort engagieren wollen“, sagt Riechelmann. Immerhin sei es auch bis zu den nächsten Wahlen nicht mehr lange hin: „Wir sind ja schon einer weniger, und es wäre schön, wieder eine siebte Person zu bekommen –  egal welcher Partei.“ Denn derzeit gehören sämtliche Mitglieder den Unabhängigen in Nordstemmen an, doch haben ohnehin alle denselben Fokus: den Ort.

Quelle: LDZ 13.02.2019

„Denkt weit und kauft nah!“

Neujahrsempfang in Adensen / Ortsbürgermeister: „Es liegt in unserer aller Hand“

Rund 80 Bürgerinnen und Bürger aus Adensen und Hallerburg hat Ortsbürgermeister Oliver Riechelmann beim gemeinsamen Neujahrsempfang von Ortsrat und Kirchengemeinde begrüßen können – nicht ganz so viele, wie in seiner originellen, mit Applaus aufgenommenen Rede angenommen. Aus der Perspektive des Jahres 2028 blickte Riechelmann auf die vergangenen zehn Jahre zurück und machte mit Hilfe dieses Rückblicks aus einer imaginierten Zukunft anschaulich deutlich, was er sich für Adensen und Hallerburg wünscht. Dabei machte er klar: ohne das Engagement der Bürgerinnen und Bürger geht es nicht – ganz gleich, ob man die Kommunalpolitik, das Vereinsleben oder den Erhalt und Ausbau der Infrastruktur ins Auge fasst. „2019 sah es so aus, dass sich für die kommende Kommunalwahl nicht genügend engagierte Menschen finden, um überhaupt einen Ortsrat zu bilden“, sprach Riechelmann in seiner fiktiven Rückschau ein drängendes Problem der Gegenwart an: „In 2019 kam dann aber doch noch die Wende. Die Menschen haben sich unterhalten, sich gegenseitig ermutigt und auch geeignete Kandidaten angesprochen.“ Er malte aus, wie ein neues Baugebiet und ein kleines Industriegebiet an der B3 zu einer positiven Entwicklung von Adensen und Hallerburg beitragen könnte, machte sich für den Dorfladen stark und forderte „im Sinne aller Gewerbetreibenden in Adensen und Hallerburg“ die Bevölkerung auf: „Denkt weit und kauft nah!“ Riechelmann erhob das Glas auf „unsere schönen Orte“ und schloss seine Rede zum neuen Jahr mit den mahnenden Worten: „Es liegt in unserer aller Hand.“  … Der Neujahrsempfang klang gemütlich mit einer Diashow aus, die Henning Lange vorbereitet hatte: „Adensen-Hallerburg. Dorfgemeinschaft im Hallertal.“

(Quelle: LDZ 07.01.2019) 

Haushalt 2019

Der Haushalt der Gemeinde Nordstemmen muss aufgrund der angespannten Finanz-Situation gekürzt werden. So sollen z. b. 55.000 € im Bereich Kita und Sport gestrichen werden. Betroffen sind auch die Sportplätze in Nordstemmen, Rössing und Adensen. Der Antrag der Unabhängigen, die 55.000 € wieder aus der Kürzung herauszunehmen, fand jedoch keine Mehrheit. „Der Haushalt 2019 stand unter schweren Bedingungen. Aber es geht um Sport und Bewegung und damit auch um Bildung“, warb vergebens Ammermann für den Antrag.


2021 könnte die marode Kreisstraße in Adensen saniert werden

Politiker mahnen Reparaturen der Straßen im Ort an /
Ortsrat plädiert außerdem für neues Baugebiet im Bereich Obere Wanne

Um ein Baugebiet und zwei Kreisstraßen ging es bei der Sitzung des Ortsrats am 01.10.2018. Daniel Freitag trug den Antrag der Unabhängigen vor, den Flächennutzungsplan für ein Baugebiet im Bereich Obere Wanne zu ändern. Auch eine andere mögliche Fläche könne in Betracht kommen, „um jungen Familien die Gelegenheit zu geben, in unseren schönen Ort zu ziehen“ und die Einwohnerzahl, die derzeit rückläufig ist, zu stabilisieren. Laut Ortsbürgermeister Oliver Riechelmann gibt der bestehende Plan für Adensen nichts her. Der Ortsrat würde gern mit der Gemeindeverwaltung Entsprechendes erarbeiten. Während der 75-minütigen Sitzung ging es auch um die Kreisstraßen 506 und 505. Wie Verwaltungsmitarbeiter Pascal Dißmer mitteilte, ist nach Angaben des Landkreises für 2021 mit einem realistischen Baubeginn für die Straße zwischen Adensen und Schulenburg (K 506) zu rechnen. 2019 beginne das Planfeststellungsverfahren, Förderanträge sollen gestellt werden. Sind diese erteilt, könnten im Herbst 2020 die Arbeiten ausgeschrieben werden. Kämmerer Udo Niemann betonte, dass die Förderrichtlinien des Landes streng seien und ein erster Spatenstich oder Ausschreibungen erst erlaubt sind, wenn Bescheide vorliegen. Der Zustand der Kreisstraße in der Ortsdurchfahrt Adensen ist laut Ortsratsmitglied Heike Niederhut-Bollmann seit Langem ein Aufregerthema. Jahrelang habe der Ortsrat den Zustand der Straße angemahnt. Niemann sagte, dass die Straße seit Jahren „nicht so toll“ sei. Sie sei und bleibe eine Kreisstraße und die Gemeinde Nordstemmen sei daher nicht der Träger der Baumaßnahme. Neues gibt es auch zur Kreisstraße 505 am südlichen Ortsrand. Wie Dißmer berichtete, sieht die Straßenmeisterei Gronau keine Notwendigkeit, die dort ausgeschilderte Geschwindigkeitsbegrenzung noch weiter zu drosseln. Sie könne die Straßensanierung nicht aus eigenen Mitteln finanzieren. Die Schäden seien für 2019 ins Programm des Landkreises aufgenommen. Christoph Bauch, beratendes Mitglied im Ortsrat, erkundigte sich nach dem Baubeginn. Der steht laut Dißmer nicht fest. Niemann betonte mit Nachdruck, dass die Gemeinde keinen Einfluss darauf habe und der Landkreis zuständig sei.

(Quelle: HiAZ 04.10.2018)

Straßenausbaubeitragssatzung

Auch über das Thema der Straßenausbaubeitragssatzung (kurz Strabs) hatten wir im September-Infobrief aus Bad Salzdetfurth und Nordstemmen berichtet. Der Nordstemmer Rat hat sich mehrheitlich dazu entschlossen die Satzung beizubehalten. Hajo Ammermann von den Unabhängigen in Nordstemmen hierzu: „Wenn ich in der Ratsarbeit etwas gelernt habe, dann, dass nichts in Stein gemeißelt ist, auch dieser Beschluss nicht.“ Er verweist in diesem Zusammenhang auch darauf, dass die Grundsteuer derzeit auf Bundesebene auf dem Prüfstand steht und Nordstemmen sich in Fusionsverhandlungen mit Elze befindet, wo die Strabs bereits abgeschafft wurde. In Bad Salzdetfurth wurde das Thema zurück in die Ausschüsse gegeben. Eine Entscheidung soll im Dezember fallen, der Beschluss soll dann rückwirkend für 2018 gelten.


Straßenausbaubeitragssatzung

Der Finanzausschuss hat für die Beibehaltung der Straßenausbaubeitragssatzung gestimmt. Hajo Ammermann schilderte die Überlegungen, die die Unabhängigen in Nordstemmen zu alternativen Möglichkeiten angestellt hatten: „Die Erhöhung der Grundsteuer halte ich für die schlechteste Alternative, weil sie nicht zweckgebunden ist. Wir sind der Meinung, dass der Bereich wiederkehrender Beiträge durchaus näher beleuchtet werden sollte. Dafür müsste die Gemeinde aber noch sehr viel machen.“ Ammermann betonte aber auch, dass die Unabhängigen gegen die komplette Abschaffung seien, „weil wir das Geld einfach nicht über haben.“ (Teilzitat: Quelle LDZ 20.09.2018)

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 25.09.2018 für den Erhalt der Anliegerbeiträge gestimmt. Mehrheitlich haben sich die Politiker dafür ausgesprochen, die Satzung nicht zu ändern.

 


Sanierung Freibad

In der Sitzung des Fachausschusses sind die Ergebnisse und die Machbarkeitsstudie des fraktionsübergreifenden Arbeitskreises Freibad vorgestellt worden. Dieser hatte sich intensiv mit der geplanten Sanierung und Modernisierung des Mehrzweckbeckens des Freibades befasst. Der Plan, das Becken in Edelstahl, wie in Bockenem zu gestalten, ist auf geteilte Meinung gestoßen. Hajo Ammermann von den Unabhängigen betonte: „Wir reden über eine mindestens doppelt so hohe Lebensdauer. Ein Folien-Becken hätte 25 Jahre, bis es geflickt werden muss, aber es gibt bisher noch kein Edelstahl-Becken, dass kaputt gegangen ist.“ Das Edelstahl-Becken ist somit wirtschaftlicher und die Optik sei Geschmackssache, so Ammermann.
13.09.2018

Edit:
Um eine Chance auf Förderungsmöglichkeiten zu haben wurde kurzfristig eine Ratssitzung einberufen. Die Förderquote aus dem Bundesprogramm liegt derzeit bei 45 %, so dass der Gemeinde-Anteil bei nur noch 55 % liegt. Es ist u.a. geplant, dass sich die Form des Beckens geringfügig verändert, der Sprungbereich erhalten und das Mehrzweckbecken in Edelstahl ausgekleidet wird.
17.09.2018

Aus dem Rat

In der Gemeinderatssitzung am 14.06.2018 stand nun auch in Nordstemmen das Thema von Fusionsgesprächen mit der Stadt Elze auf der Tagesordnung. Die Unabhängigen stimmten gegen die Amtszeitverlängerung. Christoph Bauch lobte Norbert Pallentin als guten und erfahrenen Bürgermeister. „Aber reicht das aus, die Wahlen der Bürger zu verschieben? Nach meinem Demokratieverständnis nicht,“ so Bauch. Die Abstimmung zu den Fusionsverhandlungen an sich fiel einstimmig aus, die anwesenden Ratsmitglieder von Grünen, FDP und Unabhängige stimmten aber gegen die Amtszeitverlängerung, die jedoch mit den Stimmen von SPD und CDU beschlossen wurde.
18.06.2018

 

Neue Elternbeiträge?

Der Bildungsausschuss hat sich über die neue Festsetzung der Elternbeiträge für Kindertagesstätten und Kindertagespflege beraten. Die Vorlage der Verwaltung sieht eine Erhöhung vor, für die Eltern für einen Krippenplatz statt 260 € zukünftig 416 € zahlen müssten. Hajo Ammermann kritisierte, dass es für Eltern schwer verständlich sei, wenn sie künftig für ihr Kindergartenkind Geld einsparen, aber eine noch größere Summe dann für ihr Krippenkind bezahlen sollen.

Ferner ging es im Bildungsausschuss um die personelle Situation in den Kindertagesstätten. Nachdem im Fachausschuss immer mal zu vernehmen war, dass die Aufgaben in den Kindertagesstätten im Laufe der Jahre zugenommen hätten und dies auch bei den allgemeinen Berichten aus den einzelnen Kindertagesstätten in der letzten Sitzung des Bildungsausschusses im Februar zur Sprache kam, hatte Ausschussmitglied Hajo Ammermann den Antrag gestellt, die personelle Situation einmal konkreter zu beleuchten. Das Fachforum-Elementar Pädagogik (FEP), das alle acht Einrichtungen der Gemeinde  Nordstemmen vertritt, hatte sich dann der Aufgabe angenommen. …

Die Fraktionen wollen sich auf jeden Fall mit dem Papier und der Problematik in den Fraktionen intensiv auseinandersetzen, hieß es. (Teilzitat Quelle: LDZ 31.05.2018)

 

Aus dem Ortsrat Adensen

„Die Art und Weise des Vorgehens ist nicht akzeptabel“
Diskussion um Hotspot-Förderung und WLAN-Einrichtung in Adensen

Der Hotspot-Standort am derzeit als Jugendraum genutzten Hort ist vom Tisch. Unter dem Vorbehalt einer Förderung durch EU-Mittel hatte sich der Ortsrat in seiner vorhergehenden Sitzung mehrheitlich für die Einrichtung eines Hotspots Im Schlingen ausgesprochen. Allerdings ist das Gremium nicht willens, für die laufenden Kosten aus Ortsratsmitteln aufzukommen. Einen entsprechenden Beschluss hatte der Gemeinderat mit großer Mehrheit gefasst und das Thema zurück an die Ortsräte verwiesen, was in Adensen einiges Unverständnis hervorrief. „Ich bin enttäuscht“, kritisierte Jobst Gehrke: „Es hätte viel Zeit gespart, wenn die Kostenfrage vorab geklärt worden wäre. Die Art und Weise des Vorgehens ist nicht akzeptabel.“ Geteilter Ansicht waren die Mandatsträger, ob in Adensen neben dem öffentlichen WLAN im Feuerwehrhaus ein weiteres öffentliches Gebäude damit ausgestattet soll. Mit  drei Ja- und zwei Nein-Stimmen fiel die Entscheidung, dass auch die Sporthalle WLAN erhalten soll.

Mit einer Gegenstimme, einer Enthaltung und vier Ja-Stimmen brachte der Ortsrat das Thema Weitsprunganlage auf den weiteren Weg, ohne eine Aussage zu der favorisierten Variante zu treffen. Die Angelegenheit wird nun im Fachausschuss für Bildung, Kultur und Soziales weiter beraten.

Keine befriedigende Lösung ist hinsichtlich der Parksituation beziehungsweise des Parkverhaltens auf der Adenoyser Straße in Sicht, was im Rahmen der Einwohnerfragestunde erneut thematisiert wurde. Kritisch ist die Situation insbesondere im Bereich des Dorfladens. Bemängelt wurde nicht nur, dass rücksichtslose Zeitgenossen Grünflächen als Parkplatz zweckentfremden. Besorgt zeigten sich die Anwesenden auch mit Blick auf die Kinder, die durch das regelwidrige Verhalten gefährdet seien.

Ein Anwohner sprach sich für die Einrichtung eines Halteverbots aus und betonte: „Man kann es hinkriegen.“ Der Appell, vorsichtig zu fahren, reiche nicht aus. Die Empfehlung, Parkvergehen zur Anzeige zu bringen, fiel ebenso wenig auf fruchtbaren Boden wie der Hinweis von Verwaltungsmitarbeiter Pascal Dißmer, der die zuvor verlesenen Regeln der Straßenverkehrsordnung zum Halten und Parken auf den Punkt brachte: „Das Parken ist überall dort erlaubt, wo es nicht verboten ist.“ Der ehemalige Ortsbürgermeister Henning Lange empörte sich: „Mich stört, mit wie viel Gleichgültigkeit man die Sache betrachtet.“

(Quelle: LDZ + HiAZ 16.05.2018)

 

 

Aus dem Rat

Der Gemeinderat hat eine Verlegung des Wochenmarktes abgelehnt. Hajo Ammermann hat daran erinnert, dass sich auch die Marktbeschicker für einen Beibehalt des bisherigen Standortes ausgesprochen haben.

Einstimmig wurde die Festlegung von Wertgrenzen zur Definition der laufenden Verwaltung, die laut Christoph Bauch fraktionsübergreifend im Verwaltungsausschuss festgelegt worden sind, befürwortet.

Die Stadt Elze hat ein offizielles Schreiben an die Gemeinde Nordstemmen zwecks Fusionsgespräche geschickt. Der Rat wird sich hiermit in Kürze beschäftigen, so dass hierüber noch vor der Sommerpause beraten werden kann.
20.03.2018

Baugebiet „Barnten-Süd IV“

Der Bauausschuss ist dem Antrag von Christoph Bauch gefolgt und stimmt zu, dass das geplante Baugebiet „Barnten-Süd IV“ noch eine weitere Variante vorsieht, nämlich nicht nur Einfamilienhäuser, sondern auch zweigeschossige Gebäude mit Mietwohnungen. „Wenn wir andernorts den Mietwohnungsbau vorantreiben und in Barnten nicht, machen wir uns unglaubwürdig“, so Bauch in seinem Antrag. Er fügte jedoch hinzu, dass er „den Barntenern keine Tür vor der Nase zuschlagen will.“
12.03.2018

Fachausschuss spricht über Situation in Kindertagesstätten

Im Fachausschuss für Bildung, Kultur und Soziales hat Hajo Ammermann das Thema Fachkräftemangel in Kitas  aufgegriffen und stellte kurzfristig einen Antrag an die Verwaltung. „Immer wieder hören wir uns das an“, betonte er, dass das Thema zu jeder Sitzung angesprochen und doch nichts unternommen werde. Daher fragte er an, ob es Möglichkeiten für die Gemeinde gebe, auf freiwilliger Basis weitere Kräfte einzustellen. Um einen genaueren Überblick zu bekommen, beantragte Ammermann, dass einmal der konkrete Bedarf außerhalb der Mindestregelung in den Nordstemmer Einrichtungen überprüft werde und gleichzeitig Möglichkeiten der Verwaltung zur besseren personellen Ausstattung ermittelt werden. (Quelle: LDZ 24.02.2018)

 

Adensens Ortsbürgermeister Oliver Riechelmann spricht über Pläne, Ziele und Hoffnungen

In Adensen leben lohnt sich! Das verdeutlicht Ortsbürgermeister Oliver Riechelmann im Jahresgespräch. So würden etwa der Kindergarten, die Grundschule, der Dorfladen, ein Arzt und ein Friseur sowie viel weiteres Gewerbe für eine „hervorragende Infrastruktur“ sorgen, und der Ortsrat hoffe auf mehr Fläche für die Wohnbebauung. „Wir sind mit der Gemeinde im Gespräch für ein Baugebiet. Dafür müsste allerdings ein neuer Flächennutzungsplan erstellt werden“, erzählt Oliver Riechelmann. Infrage käme etwa die Fläche oberhalb des Wohngebietes „Untere Wanne“, westlich der Hallerburger Straße. Derzeit leben in Adensen knapp unter 900 Einwohner, wobei die Zahl eher sinkend ist. Das liege jedoch nicht an der geringen Nachfrage, betont Riechelmann – regelmäßig werde nach Wohnungen oder Bauplätzen gefragt. „Wir haben keine Leerstände in dem Sinne“, versucht Riechelmann den Einwohnerverlust zu erklären, „aber in Haushalten, in denen früher vier bis fünf Leute gewohnt haben, leben jetzt nur noch ein bis zwei.“ Ob es tatsächlich ein neues Baugebiet für Adensen geben wird, könne aber noch längst nicht gesagt werden. „Wir werden von unserer Seite das Nötige in die Wege leiten, alles andere liegt dann nicht mehr in unseren Händen“, so Riechelmann.

Das „herausragenste Ereignis“ im vergangenen Jahr war laut Riechelmann das mehrtägige Zeltfest zum 60-jährigen Bestehen des TTC Adensen-Hallerburg. „Das hat der TTC super hinbekommen“, lobt er. Doch auch der Weihnachtsmarkt bleibe in guter Erinnerung: „Da muss man ausdrücklich noch mal den Schulchor loben, der dem Ganzen einen festlichen Rahmen gegeben hat.“ Etwas weniger erfolgreich sei die Adventsfeier für Senioren verlaufen, die der Ortsrat jedes Jahr zusammen mit dem DRK-Ortsverein Adensen-Hallerburg organisiert. „Die war nicht sehr gut besucht, das war ein kleiner Wehrmutstropfen. Da machen sich viele Leute Arbeit und dann wird es nur so mäßig angenommen“, bedauert der Ortsbürgermeister. Eine Idee, in diesem Jahr womöglich wieder auf mehr Resonanz bei den älteren Mitbürgern zu stoßen, sei das Anbieten eines Fahrservices, da die zurückzulegende Strecke zum Ort des Geschehens für einige Senioren vielleicht nicht mehr ganz einfach zu bewältigen sei.

Ein Sorgenkind für den Adenser Ortsrat sei nach wie vor die Ortsdurchfahrt im Zuge der Kreisstraße 506, Neustadt/Hallerburger Straße. Deren Ausbau befindet sich derzeit in der Planung, einen konkreten Baubeginn gibt es noch immer nicht (die LDZ berichtete). „Die neue Deckschicht löst sich auch schon wieder“, ärgert sich Riechelmann über die notdürftige Zwischenlösung, die nicht mehr ewig halten werde und nur dank des recht milden Winters noch nicht stärker gelitten habe.

Während der Ortsrat sich im vergangenen Jahr anlässlich des gemeindeweiten Umwelttages dem Streichen der örtlichen Bänke gewidmet hat, soll in diesem Jahr der Fahnenmast am Thie wieder instandgesetzt werden. Falls weitere Ideen bestehen, welche Projekte zum Umwelttag in Angriff genommen werden könnten, freut sich der Ortsrat Riechelmann zufolge über Anregungen. Initiative aus dem Dorf erhofft er sich auch mit Blick auf die in vier Jahren wieder anstehende Kommunalwahl. „Wir sind ja schon einer weniger im Ortsrat. Es wäre schön, wenn noch jemand Lust hätte, sich einzubringen und das Leben in Adensen mitzugestalten. Jeder kann sich gerne bei uns melden“, appelliert der Ortsbürgermeister. Bis auf Fred Dralle seien auch alle Ortsratsmitglieder berufstätig oder hätten Familie: „Natürlich ist es Arbeit, aber es ist zu schaffen, wenn man engagiert ist. Ein bisschen Idealismus muss man auch mitbringen.“ Doch auch für Ideen und Verbesserungsvorschläge aus der Bürgerschaft sei der Ortsrat stets dankbar: „Wenn es vernünftige Vorschläge sind, sind wir da auch aufgeschlossen und versuchen, das umzusetzen.“
(Quelle: LDZ 23.02.2018)

„So kann es nicht bleiben“
Weitsprunganlage: Ortsrat Adensen muss zwischen teurer Sanierung und Rückbau entscheiden

„Eine unendliche Geschichte“ nannte der Ortsrat Adensen den Ausbau der Kreisstraße 506  im Verlauf Neustadt/Hallerburger Straße. Zwar hatte Ortsratsbetreuer Pascal Dißmer einen aktuellen Stand für die Andenser, diesen jedoch reichen die häppchenweisen Informationen nicht aus. „Die Straßenplanung ist abgeschlossen“, teilte Pascal Dißmer mit. Allerdings  befänden sich die Kanäle und die Maßnahmen zum Hochwasserschutz derzeit noch in der  Planung. Ziel sei, die Planfeststellung in diesem Jahr zum Abschluss zu bringen, einen  Zeitpunkt für den Baubeginn konnte er dem Ortsrat allerdings noch immer nicht mitteilen. Eine Frage des Ortsrates zu den Auswirkungen des beabsichtigten Erlasses einer Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet „Hallerburger Holz“ beantwortete Dißmer knapp: „Die meisten Verbote und Gebote betreffen die Bewirtschafter beziehungsweise Eigentümer. Die Verordnung kann bei der Gemeinde eingesehen werden.“ Für die Bürger handele es sich um Kleinigkeiten. So dürften sie etwa ab Inkrafttreten der Verordnung keine Pilze oder Bärlauch mehr sammeln.

Mit Blick auf einen potenziellen Standort für einen Hotspot, der im Rahmen einer möglichen EU-Förderung errichtet werden könnte, sagte Jobst Gercke: „Die Zielgruppe sitzt wenn im Jugendraum, der jetzt als Hort genutzt wird.“ Ein weiterer Standort sei an der Turnhalle oder am Sportplatz denkbar. „Wir suchen ja gerade nach Möglichkeiten, wie man den Jugendraum wieder beleben könnte“, warb Gercke jedoch für seinen ersten Vorschlag. Somit wurden der Jugendraum oder das VfLVereinsheim mit einer Gegenstimme als Hotspot-Standorte vorgeschlagen. Daniel Freitag merkte an, dass er keinen Sinn in einer Hotspot-Einrichtung sehe: „In einem kleinen Ort wie Adensen brauchen wir das nicht.“ Der Großteil der Zielgruppe habe bereits internetfähige Handys, und das Netz werde immer weiter ausgebaut.

Gemeindemitarbeiterin Nadine Wrobel informierte schließlich, dass ein spezialisierter Landschaftsarchitekt beauftragt worden sei, die Kosten für eine Sanierung der Weitsprunganlage mit Asphalt zu ermitteln. Diese würden sich auf mindestens 16 000 Euro belaufen – eine Summe, die dem Adenser Ortsrat deutlich zu hoch erschien. „Der VfL wäre bereit, sich um die Unterhaltung zu kümmern“, berichtete Nadine Wrobel von einem Gespräch mit dem Vereinsvorsitzenden, Heinrich Schütte. Laut Schütte ist mit etwa 20 Nutzungen der Anlage im Jahr zu rechnen. „Das ist nicht gerade wenig Geld, vor  allem für nur 20 Leute im Jahr. Ich kann mich da nicht mehr für aussprechen“, kritisierte Daniel Freitag. Christoph Bauch hingegen sagte: „Wenn wir Sport fördern wollen, dann müssen wir Geld in die Hand nehmen.“ Jobst Gercke stellte fest: „So, wie es jetzt ist, kann es nicht bleiben.“ Daher bat er darum, die Entscheidung bis zur nächsten Sitzung zu vertagen und bis dahin die Kosten zu ermitteln, die ein Rückbau der Anlage verursachen würde, was einstimmig unterstützt wurde.

Daniel Freitag bat Pascal Dißmer  schließlich noch darum, dafür zu sorgen, dass seitens der Gemeinde einmal beim Landkreis Hildesheim nachgefragt wird, wie lange die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 Stundenkilometer auf der Kreisstraße 505 noch bestehen soll und was wann geplant ist, um diese Einschränkung, die aufgrund von Straßenschäden aufgenommen wurde, wieder aufheben zu können.

 Anfragen für Bauplätze

„Es gibt nun doch den einen oder anderen Bauplatz“, betonte Adensens Ortsbürgermeister Oliver Riechelmann während der Ortsratssitzung das positive Ergebnis durch die Erstellung des Baulückenkatasters. So habe sich etwa eine mehr als 7 000 Quadratmeter große Fläche rund um das Pfarrhaus an der Adenoyser Straße ergeben, wozu Christoph Bauch verriet: „Es gibt private Anfragen und Anfragen von zwei Investoren.“ Sollte es sich ergeben, das   Grundstück in Gänze zu verkaufen, so würde ein Investor bevorzugt, um keine kleineren Flächen auszusparen. „Dort wird nicht auf Erbpacht gebaut“, verdeutlichte Riechelmann noch einmal, sollte sich jemand mit einer Anfrage aus dieser Sorge zurückgehalten haben.  Das Grundstück sowie ein weiteres, das in Adensen zur Verfügung steht, kann über das  Baulückenkataster auf der Gemeinde-Homepage angesehen werden, für nähere Auskünfte steht die Gemeinde zur Verfügung. Auch der Kontakt mit dem Verkäufer wird über die Gemeindeverwaltung hergestellt.

(Quelle: LDZ 14.02.2018)

Neuer Vorstand

Die Unabhängigen in Nordstemmen haben einen neuen Vorstand gewählt. Hajo Ammermann (Vorsitzender) und Sören Kreipe (Schatzmeister) wurden in ihren Ämtern bestätigt. Oliver Riechelmann ist zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden gewählt worden. Herzlichen Glückwunsch!

Spielplatz wird zum Treffpunkt

WERBEMITTEL

Ein großer Vorteil des Zusammenschlusses der Unabhängigen im ganzen Landkreis Hildesheim ist, dass wir unseren Mitgliedern durch Abnahme größerer Mengen beim Händler verschiedene Werbemittel zum günstigen Selbstkostenpreis anbieten können, für welche keinerlei Versand- und Druckkosten oder lange Lieferzeiten mehr zusätzlich entstehen. Die Werbemittel können in unserem Fraktionsbüro im Kreistag oder bei Herrn Steinhäuser nach telefonischer Anmeldung abgeholt werden. Eine aktuelle Übersicht unserer Werbemittel finden Sie an gleicher Stelle auf der Startseite.

MITGLIED WERDEN?

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann werden Sie Mitglied!
Einfach den Mitgliedsantrag ausdrucken, ausfüllen und an uns zurücksenden!

AKTUELLER INFOBRIEF

Jeden Monat erscheint der Infobrief der Unabhängigen im Landkreis Hildesheim mit den aktuellsten Informationen zur kommunalpolitischen Tätigkeit unserer Unabhängigen Mandatsträger. Um den jeweils aktuellen Infobrief zu bekommen schreiben Sie einfach eine Mail an oder melden Sie sich in unserem Kreistagsbüro.  Die aktuelle Ausgabe des Infobriefes finden Sie an gleicher Stelle auf der Startseite.