Ortsbürgermeister Ulf Moldenhauer konnte wieder auf die Burgstemmer zählen: Das Interesse an den Themen auf der Tagesordnung der Ortsratssitzung war groß. Besonders zur der geplanten Freiflächen-Photovoltaikanlage auf der Fläche „Am Paradies“ des Eigentümers Rüdiger Wolther gab es Fragen, so dass die Einwohnerfragestunde vorgezogen wurde.
Wolther hat die mögliche Planung in die Hände der Eimer Firma „Deutsche Solarpark“ gelegt, die durch Oliver Meyer vertreten war, der Informationen mitgebracht hatte, so dass viele Fragen am Abend geklärt werden konnten. Da sich der Standort auf einer alten Mülldeponie im ehemaligen Steinbruch befindet, kamen Sicherheitsbedenken auf. Wolther verwies auf ein geologisches Gutachten, das die Unbedenklichkeit bestätige und er bei Interesse per Mail teilen würde. Meyer erklärte, dass Fundamente mit 50 Zentimetern möglich seien. Die Höhe der Anlage belaufe sich auf 1,50 bis zwei Meter, es handele sich um eine Ost/West-Anlage, große Lautstärke-Entwicklungen bestünden nicht, Pflege wäre durch Mähroboter und Sicherung durch einen Elektrozaun gegeben. „Sie als Anwohner müssen mit ins Boot geholt werden, sie haben auch die Möglichkeit, Einspruch zu erheben. Für alle Themen, wie zum Beispiel Blendwirkung, müssen Gutachten erstellt werden. Insgesamt stehen wir noch am Anfang, ob überhaupt gebaut werden kann, muss geklärt werden“, so Meyer. Verwaltungsmitarbeiterin Linda Klüver informierte, dass der Aufstellungsbeschluss vor zwei Jahren gefasst wurde und für alle weiteren Schritte rund ein Jahr eingeplant werden müsse.
Der Ortsbürgermeister berichtete über die Verkehrsschau, bei der er als erstmals dabei sein durfte. „Es ist sehr ernüchternd gewesen. Das gewünschte Tempo 50, das für das Maislabyrinth eingerichtet war, kommt nicht, da es nicht genügend Unfälle gab. Bei fließendem Ver-kehr ist wohl wenig möglich“, zeigte er sich unzufrieden. Im Bereich des ruhenden Verkehrs an der Raiffeisenstraße erwartet dahingegen der Ort neue Schilder bezüglich des Parkverhaltens. Das sieht der Ortsrat als unnötig an, Gemeindebürgermeisterin Nicole Dombrowski wird nachfragen, ob die Maßnahme eingestellt werden kann. Was definitiv kommt, ist ein Kurz-zeitparkplatz für 30 Minuten am Anbau der Kindertagesstätte. Moldenhauer bittet die Bürger um mehr Sauberkeit am Containerstandort, an dem Hinweisschilder angebracht werden. Hundekot ist weiter ein Thema, bei dem er die Hundehalter um mehr Rücksicht bittet – das Problem habe sich verstärkt. Hannes Skibera hatte von der Verwaltung die Auswertung der Geschwindigkeitsmessungen dabei: Im Durchschnitt befuhren pro Tag 512 Fahrzeuge von Juni bis Juli 2025 die Raiffeisenstraße, 85 Prozent fuhren 37 km/h oder weniger. Andere Standorte seien noch nicht ausgewertet.
(Quelle: Tina Warneke, LDZ 14.02.2026)