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24.August 2010
Raumordnungsverfahren 380 kV-Höchstspannungsverbindung Wahle-Mecklar
Grundsätzlich ist der Neubau einer Freileitung abzulehnen. Die Eingriffe in die Natur und die Belastungen für Mensch und Tier lassen eine solche Variante nicht zu. Dies gilt auch für die Varianten mit Rückbau von kleinen Anlagen. Insbesondere die Variante 4 ist für die Bürgerinnen/Bürger von Adensen nicht hinnehmbar.
Mit dem Standort für Windkraftanlagen, mit Biogasbetrieben zur Stromerzeugung, mit den vorhandenen und geplanten Masttierhaltungen in der unmittelbaren Nähe zur Variante 4 sowie mit Funkmasten ist unsere Ortschaft schon genug in Mitleidenschaft gezogen.
Sicher, wer Strom in hohem Maß benötigt sollte, sich auch mit einigen Unannehmlichkeiten abfinden.
Für uns bedeutet das schon heute den Anblick von Windkrafträdern und die Unannehmlichkeiten der Biogaswirtschaft zu tragen. Hier handelt es sich jedoch um regionale alternative Energien.
Bei den Stromtrassen sind kapitalstarke Konzerne am Werk mit hohen Gewinnerwartungen und einer großen Lobby.
Nicht selten finden auch Politiker nach ihrer Amtszeit hier einen Managerposten bei fürstlichem Einkommen.
Ich habe den Eindruck, der Antragsteller baut eine Freileitung da, wo es bei geringstem Widerstand aus der Bevölkerung noch am kostengünstigsten ist. Wie kann es sonst sein, das nicht wenigstens die kostengünstigste Trasse mit Erdverkabelung im Raumordnungsverfahren eine Rolle spielt?
Ich stimme der ablehnenden Haltung der Gemeindeverwaltung für die Varianten 3 + 4 und den aufgeführten Argumenten zu, möchte jedoch für die Variante 4 die überaus schädliche Entwicklung für Mensch, Natur und Landschaft einbeziehen. Denn gerade wenn ein Fass schon ziemlich voll ist, kann es schnell zum Überlaufen gebracht werden.
Das Gebiet der Trasse 4 um Adensen ist ausgeschöpft, hier besteht kein Potenzial für zusätzliche Belastungen.
Henning Lange
Ortsbürgermeister
UWG Nordstemmen |