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zum Thema Kriegel
Stellungname zum Artikel in der HAZ am 21.11.2009

Herr Kriegel war bei der Gründung der BAH nicht dabei, ich schon. Wir sind nie Anwalt aller Hildesheimer gewesen , sondern eine engagierte Gruppe unabhängiger politisch interessierter Bürger, die nicht nur meckern, sondern Alternativen aufzeichnen wollten.

Die Betonung lag zu jedem Zeitpunkt auf frei und unabhängig. Nicht Wählerstimmen war das Ziel, nicht Allen Alles recht machen, nicht um Mehrheiten und Posten drehte es sich, sondern um vernünftige Ansichten und sinnvolle Lösungen. Zugegeben, die lange Zeit in Koalition mit der CDU hat da irgendwann nicht mehr gepasst. Aber man darf lernen. Jetzt haben unsere Mitglieder klar entschieden, was sie wollen,  und bei uns entscheiden die Mitglieder.
Sie geben die Ziele unserer Politik und unsere Grundsätze vor.  Ausdrücklich ist von Ihnen gewünscht, dass keine Koalitionen im Tauschgeschäft gegen Sitz und Stimme in Ausschüssen oder sonstigen Gremien gebildet werden. Sinnvolle, vernünftige Ziele lassen sich am besten mit ebensolchen Argumenten erreichen, und zwar jeweils im Einzelfall. Es ist völlig unnötig sich deswegen (wie leider in der Vergangenheit) an eine große oder auch kleine Partei anzuhängen.  Diesen Weg werden wir konsequent beschreiten, eben ganz anders als die Parteien.

Das Herr Kriegel dieses anders sieht, ist zwar sein gutes Recht,  wie er damit umgeht jedoch zumindest moralisch fraglich. Gewählt ist er eben nicht als Anwalt aller Bürger, sondern (als Nachrücker) von ein paar  Wählern der Unabhängigen. Ob er so großes Sendungsbewusstsein hat, dass er sich in den Ausschüssen für unverzichtbar hält und deswegen die Bindung zur FDP braucht, oder ob er tatsächlich von einer politischen Karriere in der FDP träumt, ist mir egal. Auch in diesem Fall werden wir keine schmutzige Wäsche waschen. Gleichwohl, den Verlust werden wir verschmerzen.

Die Vorwürfe, dass die BAH eine Vertretung Hildesheimer Kaufleute ist, ist auch nichts Neues, richtiger wird es durch ständige Wiederholung nicht. Gerade Herr Kriegel, der sich gegen diese Behauptungen immer zur Wehr gesetzt hat, weiß das.

Wir müssen unsere Kandidaten offensichtlich sorgfältiger auswählen, werden wir tun. Ja und dass wir nicht mehr im Stadtrat vertreten sind, ist zwar schade, aber erstens dauert das nicht mehr lange und zweitens, was ist unangenehmer,  nicht vertreten zu sein oder als FDP-Anhängsel seine Meinung vom FDP-Ratsherrn Gottschlich zu hören?

 Uwe Steinhäuser,  23.11.2009
 
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