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Handyparken-schreiben Sie uns Ihre Meinung
Lieber Bürger,

wie Sie der HiAZ vom 29.6.2007 entnehmen konnten, befasst sich der Stadtentwicklungsausschuss mit dem Thema Handyparken. Damit auch Sie wissen, wie ein Parken mit dem Handy funktionieren kann, haben wir die Schritte zum Handyparken nachfolgend aufgestellt.

Aus unserer Sicht sollte die Stadt Hildesheim diesen Service für Besucher und Bürger unserer Stadt einführen! Allerdings ist dieser Service dahingehend zu erweitern, indem der ÖPNV (Stadtverkehr Hildesheim) mit eingebunden wird.

Schreiben Sie uns Ihre Meinung. Wir halten Sie mit neuen Erkenntnissen auf dem Laufenden.



Merkblatt zum Handyparken

"Handyparken - Einstieg in den Masseneinsatz von mobilen Anwendungen

1. Was ist Handyparken?

Handyparken ist die bequeme Alternative zum Parkscheinautomaten. Das Handy stellt eine Komfortleistung dar, die ohne passendes und verfügbares Kleingeld die Bezahlung des Parkvorgangs erleichtert. Das Anmelde - und Buchungsverfahren gestaltet sich in der Regel derzeit in folgende Prozessschritte:


1. Anmeldung des Nutzers per Internet beim Betreiber mit Angabe von Handynummer und Autokennzeichen. Beide Angaben werden bei dem Betreiber registriert.


2. Jeder einzelne Parkvorgang wird durch das Handy über die Anwahl einer 0800/ 0900 Nummer beim Betreiber angemeldet (bei einigen Betreibern ist dies auch via SMS möglich). Die Endziffer dieser Nummernfolge kennzeichnet den jeweiligen Parkbezirk. Auf dem gleichen Weg wird der Parkvorgang abgemeldet.


3. Die Kontrolle durch die Ordnungskräfte erfolgt über ein Scannen der auf der Windschutzscheibe angebrachten Vignette, bzw. der Abfrage angemeldeter Fahrzeuge beim Server. Der abgesendete Datensatz wird auf dem Betreiberserver verglichen mit der jeweiligen Anmeldung, und entsprechend bestätigt bzw. nicht bestätigt.


4. Zum Ende eines Monats wird der jeweils aufgelaufene Geldbetrag vom Konto des Nutzers abgebucht (Lastschriftverfahren). Der Nutzer erhält eine monatliche Auflistung aller getätigten Parkvorgänge via Handy.


Gemessen und gebucht werden die Parkvorgänge in Echtzeit (tatsächliche Parkzeit), in der Regel empfiehlt sich aus Gründen der Praktikabilität ein 5 cent Takt.

2. Welche Vorteile besitzt das Handyparken?

Genutzt wird das Handyparken besonders von Flottendiensten, die monatliche Abrechnung erweist sich als denkbar hilfreich. Das Alter der Nutzergruppen beläuft sich zwischen 35 - 55 Jahre, die ältesten Nutzer zählen über 80 Jahre. Denn die Verbindung zwischen Telekommunikation und Pkw Nutzung scheint ein besonderer Stimulus zu sein. Vor allem erweist es sich, dass auch Kurzparkvorgänge angemeldet werden, im Gegensatz zum "Geld" Parken. Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit stellen sich als besondere Merkmale bei den Verbrauchern heraus. Die monatliche Abbuchung vom Konto wird besonders geschätzt - bei Nichtdeckung des Konto wird automatisch gesperrt, was die betroffenen Personen zu Höchstanstrengun-gen für eine Fortführung des Dienstes ermutigt.

Die Echtzeitmessung der Parkvorgänge schafft den Gemeinden ein positives Bürgerumfeld, bisherige versuchte Kurzparkvorgänge an den Parkscheinautomaten (inkl. Brötchentaste) mit niedrigeren Geldbeträgen als 50 Cent und 1 Euro bewirken durch die häufigeren Abkassiervorgänge in der Regel höhere Ausgaben bei den Betreibern (und damit indirekt bei der Gemeinde).

3. Das Umfeld für das Handyparken

Parken in unterschiedlichen Städten bei Anbindung des Nutzers an seinen Vertragsbetreiber ist heute schon möglich. Voraussetzung dafür sind Rahmenvereinbarungen und Offenlegung der technischen Schnittstellen zwischen den einzelnen Betreibern. Ähnlich einem Rooming im Telekombereich sind diese Verbindungen die Voraussetzung für die regionsübergreifende Fahrzeugnutzung mit dem Handy. Immerhin mehr als 25 % des Verkehrs spielt sich lt. TU Darmstadt in diesem Bereich ab.

In der verkehrlichen Anwendung spielt die Verbindung zwischen Parken und der Nutzung des öffentlichen Verkehrs eine besondere Rolle (intermodale Anwendungen). So haben die Stadtwerke Bonn beispielsweise erfolgreich das Handyticket eingeführt. Mehr als 3 000 Fahrgäste nutzen diesen Service, der ebenfalls monatlich abgerechnet wird. Um die Bedienung leicht zu machen, wurde darauf verzichtet, vom Fahrgast die Art des Fahrscheins abzufragen. Bei Fahrtantritt wird über das Handy ein Datensatz versendet mit Angabe der Haltestellenbezeichnung (Nummer) gleiches erfolgt beim Aussteigen. Abgerechnet wird über den Server des Betreibers jeweils nach best Price - was detailliert auch vom Nutzer nachvollzogen werden kann.

Anwendungen für die Kommunikation mit behördlichen Stellen (E-government) werden in vielen Städten probeweise durchgeführt, beispielsweise durch das Versenden von SMS über die Bereitstellung und Abholzeit des neuen Reisepasses.

Verkehrsinformationen können via Handy in Rheinland-Pfalz abgerufen werden. TraffGo Road hat als Pilot ein auf GPRS gestütztes Informationssystem über verkehrliche Zustände auf den Autobahnen entwickelt. Übersichtliche Darstellungen auf dem Handy-Display ermöglichen eine schnelle Erfassung von Staus, freien Parkflächen oder Verkehrsspitzen.

Im Einzelhandel haben sich schon unterschiedliche elektronische Bezahlmöglichkeiten wie Chipkarten. Kreditkarten etc. durchgesetzt. Payback ist die am meisten genutzte Finanzunterstützung, die der Handel seinen Kunden anbietet. Das Bezahlen kleiner Einkäufe (micro-payment) via Handy wird in Ergänzung dazu durch Unternehmen wie NCS heute schon möglich gemacht.

4. Horizontale Verknüpfungen zwischen den einzelnen Anwendungen

Handyparken und Handyticketing liegen wegen ihres Nutzungsbereiches dicht beieinander. Wer mit dem Handy parkt, sollte nach dem Aufrufen des Parkvorgangs eine SMS über die nächst erreichbaren Haltestellen erhalten, und somit zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel ermutigt werden. Vor allem, weil über eine Schnittstellenanbindung von Parkserver und Bahnserver die Abrechnung leicht gemacht wird. Am Ende des Monats erhält der Nutzer eine Abrechnung inkl. des Lastschriftverfahrens.
Ebenso kann im Rahmen des mobilen e-governments die Gemeinde auf bestimmte Dienste hinweisen, und somit besonders Bürgernähe demonstrieren.

Parknutzer beenden auch einmal irgendwann ihren Parkvorgang, dann sind sie wieder Nutzer des Individualverkehrs. Eine Integration zur örtlichen Verkehrsinformationen gleich im Anschluss an das Abmelden des Parkens gewährleistet eine effiziente Ausnutzung des vorhandenen Straßenraums inkl. der Information über Alternativen.

Dem Einzelhandel kommt eine besondere Rolle zu. Er kann dem Kunden bei dessen täglichen Geschäften nicht nur am schnellsten mit Informationen erreichen, sondern kann ihn für die Nutzung neuer Technologien auch besser motivieren. Wer das Handyparken nutzt, wird über die Zugabe von speziellen Preisnachlässen oder über die Bereitstellung kleiner Geschenke zur Nutzung des Handyparkens animiert. Schließlich profitiert der Handel vom Bestehen des Handyparkens ganz besonders. Parken im Innenstadtbereich ist kein Selbstzweck. Denn wer parkt, hat auch etwas zu besorgen. Und das möglichst stressfrei, ohne Blick auf die ablaufende Parkzeit. Kaufen und bezahlen im Einzelhandel mit dem Handy - es funktioniert schon heute mit Betreibern, die diesen Dienst anbieten. Selbst außerhalb der Ladenöffnungszeiten. Mobile shopping, wie zum Beispiel das Bestellen und Buchen außerhalb der Öffnungszeiten am Schaufenster. Im Schaufenster platzierte Sonderangebote können damit auch abends vom Kunden abgerufen werden und die Kenntnis der Mobilfunknummer ermöglicht neue Kontaktmöglichkeiten zu diesem neuen Kunden."


Quelle : IHK Berlin







 
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