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Epochale Entscheidung…
Das ist interessant, eine wirklich Bahnbrechende Entwicklung. Keine Angst, es geht nicht um den Bahnhof, sondern um die zukünftigen Baugebiete in Hildesheim. Man sollte meinen, dass Politik und Verwaltung aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hätten. Weit gefehlt! Es werden weiterhin fröhlich große Baugebiete auf den Weg gebracht. Neu soll sein, dass es jetzt im Zentrum stattfindet! Nun ja, Schwarze Riede und Sorsum sind wirklich zentral.
Sollten wir uns nicht alle um Baulücken bemühen und möglichst kleine Areale erschließen?
Überalterungen ganzer Stadtteile sind geradezu vorprogrammiert, wenn Baugebiete zu groß sind. Eine Stadt wächst dann gesund, wenn es in ihr und um sie herum immer kontinuierlich eine überschaubare Anzahl an Bauplätzen gibt. So wächst eine Stadt gleichmäßig und verträglich und man muss nicht plötzlich um die vorhandene Infrastruktur besorgt sein.
Es ist daher nicht verwunderlich, dass die Grundschule in Neuhof über
mangelnde Schülerzahlen klagt. Dieses durch ein neues, großes Baugebiet
inmitten eines Landschaftsschutzgebietes auffangen zu wollen, scheint
uns kontraproduktiv.
In Hildesheim und um Hildesheim herum gibt es
derzeit ausreichend viele Bauplätze und es ist für jeden Geschmack
etwas dabei. Dazu gibt es einen scheinbar unendlich großen Bestand an
gebrauchten Häusern, der mittlerweile für die Hausbesitzer zu einem
dramatischen Preisverfall geführt hat. Mal ehrlich, wir werden durch
überehrgeiziges Ausweisen von Bauplätzen nicht unsere Einwohnerzahl
erhöhen oder den Großstadtstatus erhalten.
Vielmehr wird es in der
Zukunft darauf ankommen, Arbeitsplätze zu schaffen und zu erhalten.
Dafür bedarf es einer attraktiven Stadt mit entsprechendem kulturellem
Angebot. Anstatt uns große Baugebiete zu leisten und deren
Entwicklungskosten aufzubringen, sollten wir uns lieber über Konzepte
für das Stadttheater und andere wichtige Einrichtungen Gedanken machen.
Es ist für die Unternehmen nicht einfach, qualifizierte Mitarbeiter von
außen zu gewinnen. Hier steht man in Konkurrenz zu wirklichen
Großstädten. IKEA hätte uns wirklich weiter gebracht.
Die
Bevölkerung altert und braucht neue Wohnraumkonzepte in der Innenstadt.
Hierzu ist es nötig, an einem Strang zu ziehen. Förderprogramme für den
Wohnungsbestand, Fassadenwettbewerbe, Schaffung von neuen
Wohnquartieren mitten im Zentrum sind zukunftsträchtig. Leider passiert
in dieser Richtung viel zu wenig, weil durch die ständig neuen,
überdimensionierten Baugebiete der Bedarf nicht zur Entfaltung kommt.
Es fehlt an Mut bei den möglichen Investoren und an Unterstützung
seitens Politik und Verwaltung.
Der Versuch von regelmäßigen
fachkundigen Gesprächskreisen ist nur sinnvoll, wenn dort wirklich
gemeinsam über die Zukunft nachgedacht und geplant wird und nicht
Politik und Verwaltung es als Plattform nutzen, um ihre eigenen Ideen
und Überzeugungen zu präsentieren.
Wir, die BAH – Die Unabhängigen möchten mit Ihnen gemeinsam für ein gesundes Wachstum in unserer Stadt kämpfen.
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