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Bahnhof - Zug abgefahren?
Schade, einen Moment lang sah es so aus, als ob es noch möglich wäre, das Unheil abzuwenden, aber dann war es mal wieder nichts. Nun reiht sich das Bahnhofsprojekt ein, in die Reihe kostspieliger Hildesheimer Sünden (Spaßbad, Ratsbauhof, Domäne, Krankenhaus, Flugplatz), die die Hildesheimer Stadtfinanzen in unverantwortlicher Weise belasten.

Öffentliche Gelder werden in einer Größenordnung fließen, die zur Erreichung des eigentlichen Zieles – nämlich die funktionelle und optische Gestaltung des ZOB – absolut nicht nötig gewesen wären.
Bei der Hildesheimer Lösung wäre dieses noch viel preiswerter zu haben gewesen – wohl zu preiswert für Hildesheimer Verhältnisse. Übrigens hatte die SPD bereits vor längerer Zeit beschlossen, keinesfalls mehr als 1,8 Millionen € Zuschuss zu tolerieren.

Nur damit kein falscher Eindruck entsteht: wir wollten auch, dass am Bahnhof etwas passiert, wir wollten auch eine sinnvolle Bebauung des Ratsbauhofes und eine moderne Badelandschaft, aber nicht so – Alternativen gab es jedes Mal!

Jetzt zahlen die Kunden der Stadtwerke die Fehlbeträge des Betriebes des Spaßbades, die Stadt die Zinsen für die begleitenden Verkehrsbaumaßnahmen, am Ratsbauhof ist die Chance vertan, die Fußgängerzone aufzuwerten und zu verbreitern und am Bahnhof werden öffentliche Gelder dafür ausgegeben an anderer Stelle Projekte (Arnekenstraße) zu verhindern oder zumindest zu erschweren und bestehende Strukturen zu schädigen.
 
 
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