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15.08.2006 Bahnhofscenter : Fristverstreichung |
BAH Stellungsnahme zum Einkaufscenter Bahnhof / Fristverstreichung:
Es ist hinterher immer leicht, auf Fehlentscheidungen herumzureiten. Aber das Thema Einkaufscenter am Bahnhof ist nun mal so stark im Fokus, daß wir uns eine Stellungsnahme erlauben.
Mittlerweile hat der Entwickler die nächste "letzte" Frist verstreichen lassen. Der neueste Investor ist scheinbar nicht so stark im Thema eingebunden, wie es uns vorgemacht wurde. Oder ist er einfach nur schlauer und hat die gleichen Zweifel wie die BAH?
Von Anfang an haben wir neben den anderen Gründen auch die wirtschaftliche Tragfähigkeit dieses Projektes angezweifelt und gegen das Megacenter gestimmt.
Denn wenn man die zu erreichenden Quadratmeterflächen mir den derzeit erzielbaren Mieteinnahmen rechnet, kommt man nicht auf die Summen, die zur Erstellung solch eines Bauvorhabens nötig sind. Dazu muss man kein Immobilienfachmann sein, sondern lediglich die Grundrechenarten beherrschen.
Und der Investor will mit dem Projekt schließlich Gewinn erwirtschaften, was ihm auch ehrlich gegönnt sei. Der Investor bekommt aber ohne weitere Zusagen der Stadt kalte Füße, denn er will Risiken abwälzen. Wer das nicht erkennt, sollte sich nicht blauäugig in solche Verhandlungen begeben!
Wer jetzt noch weitere Zugeständnisse macht, schadet dem Projekt und dem Ruf der Stadt. Das gesamte Procerde ist bis hierher von Unprofessionalität geprägt, angefangen von dem nicht stattgefundenen städtebaulichen Wettbewerb, der Nichtbeachtung des CIMA Gutachtens bis hin zur überhasteten Vergabe an den Entwickler mit den buntesten Bildern und größten Reden, sowie dem Absprung des ersten Investors.
Die Zuzahlung der Stadt zur Verkleinerung des Bahnhofvorplatzes und sichtliche Verschlechterung der Verkehrswege ist dabei lediglich eine amüsante Randerscheinung. Auf Kosten der Stadtplanung wurde der Kampf zwischen Rat und Verwaltung weiter ausgetragen.
Wir sind nach wie vor der Meinung, daß zwingend etwas am Bahnhof geschehen muss. Aber nicht in Form eines nicht tragbaren Einkaufszentrums, sondern einer angepassten Aufwertung des Platzes in Maßen. Es gab und gibt genügend andere machbare Vorschläge!
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