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zum Thema: Größe kommunaler Parlamente 26.02.2010
Gut, dass das Thema „Parlamentsgröße“ mal wieder auf den Tisch kommt, aber es ist nichts Neues und beileibe keine Bündnisidee! Seit Jahren bemühen sich Die Unabhängigen BAH, im Stadtrat und auch Kreistag, Mehrheiten für eine radikale Verkleinerung zu finden, die Reaktion ist immer die Gleiche. Die großen Parteien klammern sich an jeden Sitz, die Aufgaben sind ja so vielfältig, man wisse ja nicht, wie man das mit noch weniger Abgeordneten schaffen solle. Dass das völliger Blödsinn ist, sieht man schon allein an der Tatsache, das die kleinen Fraktionen auch zu allem ihren Senf dazu geben und keine Probleme haben, ihre Sitze in Ausschüssen und sonstigen Gremien zu besetzen.
Die „Kleinen“ werden einer Verkleinerung nur dann zustimmen, wenn sie
sicher sind, dass sie nichts zu befürchten haben, sprich keinen Sitz
verlieren, oder die Ablehnung des Vorschlags durch die Mehrheit sicher
ist.
Das alle Parlamente bis an die rechtlich zulässige Untergrenze gehen,
ist in unseren Augen eine absolute Selbstverständlichkeit! Darüber
hinaus sollten alle, die es können, Einfluss auf die
Entscheidungsträger bei Bund und Land nehmen, die Untergrenzen weiter
herab zu setzen. Ist doch auch kein Problem, die Diskussion um
Zusammenlegung von Kreisen zeigt das doch, das ist nämlich nichts
anderes.
Der Verantwortungsbereich der Abgeordneten in der Kommune ist seit
Jahren stetig geschrumpft. Theater, Müllzweckverband, Stadtwerke kommen
in der normalen Fraktionsarbeit kaum vor. Einige Wenige sind in den
zuständigen Ausschüssen und werden informiert. Wichtig ist nicht die
Menge der Abgeordneten, sondern die Qualität! Da wären dann diejenigen
gesucht, die Sachkenntnis im jeweiligen Thema besitzen und frei von
destruktiven Fraktionszwängen sind. Nicht Mehrheiten sondern Lösungen
sind gefragt. Also – abschaffen soviel wie zulässig ist.
In diesem Zusammenhang sollte nicht unerwähnt bleiben, dass
Sitzungsgelder und den Fraktionskosten vergleichbare Unterstützung für
Ehrenamtliche im Sozialen und Sport nicht zur Verfügung stehen. Wo
bleibt also der Beitrag der Abgeordneten zur Bekämpfung der von Ihnen
mit verantworteten gewaltigen Schuldenlast? Verzicht auf
Sitzungsgelder, Halbierung der Fraktionskosten, keine teuren
Fraktionszimmer bis zum Ausgleich des Haushalt. Das wäre doch mal ein
Ansporn.
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