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Offener Brief an den Ministerpräsidenten |
Aktuelles aus dem Kreistag : 02.04.2007
Offener Brief an den Ministerpräsidenten des Landes Niedersachsen und
an des Landwirtschaftsministerium sowie an alle Fraktionen des
Niedersächsischen Landtages
Hildesheim. In einem Offenen Brief appellieren die Kreistagabgeordneten
Der Unabhängigen des Kreistages im Landkreis Hildesheim Wolfgang Jäckel
und Dieter Zeh an den Ministerpräsidenten Christian Wulff, eine
Ent-scheidung für eine unterirdische Verkabelung der Stromtrasse in
Südniedersachsen von Wahle bei Braunschweig bis nach Mecklar/Hessen
herbeizuführen.
Hintergrund sind die Planungen des Stromriesen eon durch die Länder Hessen und Niedersachsen eine 180 Km lange Strecke neu zu bauen. Nach Auffassung der Unabhängigen müsse das Land Niedersachsen und Hessen dabei dem Schutz der betroffenen Bürgerinnen und Bürger und dem Landschaftschutz die oberste Priorität setzen. Rein wirtschaftliche Interessen sind nach Meinung der Kreistagsabgeordneten Wolfgang Jäckel und Dieter Zeh bei einer Entscheidung von untergeordneter Bedeu-tung. Was zählt ist einzig und allein die Natur und der Mensch. Im Folgenden der Wortlaut des Schreibens, das auch an das Landwirtschaftsministerium und die Landtagsfraktionen gerichtet ist:
Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Wulff,
im Rahmen der Beschlussfassung über den Bau einer neuen Stromtrassenführung werden derzeit im Landwirtschaftsministerium die Pläne der eon im Rahmen eines Landesraumordnungsverfahrens geprüft.
Gerade wegen der dichten Besiedelung in der Bundesrepublik Deutschland sollte -wo möglich- Vorsorge gegen eine weitere Verschandelung unserer Landschaft und zur Schonung unserer Umwelt getroffen werden. Bei der geplanten Trassenführung sehen wir dieses als Notwendigkeit an. Unserer Meinung nach sollten generell in dicht besiedelten Gebieten Trassenführungen unterirdisch geführt werden.
Die oberirdische Trassenführung würde in der betroffenen Region starke Einschnitte in die natürliche Landschaft bedeuten. Zudem würde sich die bisherige hohe Wohnqualität für die Anwohner in den betreffenden Gemeinden wie z.B. Bockenem , Holle, Baddeckenstedt, Söhlde, durch die von den Stromleitungen verursachten Geräuschpegel und dem sogenannten Elektrosmog sowie durch eine unnötige Verschandelung der bisher natürlichen Landschaft sehr negativ auswirken.
Zudem ein ergänzender Hinweis:
In ca.5 Jahren stehen in vielen betroffenen Gemeinden Verhandlungen zum Abschluß neuer Konzessionsverträge mit dem Netzbetreiber der z.Zt. auch gleichzeitig als Energieversorgungsunternehmen auftritt, an.
Dieses Argument seitens der betreffenden Städte und Gemeinden dürfte dem Energieversorgungskonzern die Entscheidungsfindung für die Umset-zung der kostenintensiveren Variante einer unterirdischen Trassenführung deutlich erleichtern.
Vor dem Hintergrund der günstigen Verhandlungsgrundlagen fordern wir die Landesregierung auf, eine positive Entscheidung zur unterirdischen Trassenführung herbeizuführen.
Zumal die Mehrkosten der unterirdischen Trassenführung im Verhältnis zu den enormen jährlichen Milliardengewinne des Energiekonzernes aus der Portokasse bezahlbar wäre.
Im Sinne der Sicherstellung zur Versorgung mit elektrischer Energie in Niedersachsen -immer unter Beachtung der notwendigen Umweltverträglichkeit- bitten wir Sie um Unterstützung unseres Vorschlages!
Über eine Stellungnahme zu unserem Anliegen würden wir uns freuen!
Für Rückfragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Dieter Zeh
Fraktionsvorsitzender
Der Unabhängigen im Kreistag Landkreis Hildesheim
Wolfgang Jäckel
Stellv. Fraktionsvorsitzender
Der Unabhängigen im Kreistag Landkreis Hildesheim
Ihr zuständiger Ansprechpartner bei Rückfragen:
Wolfgang Jäckel, Tel. 0511 3000-5992.
Verfasser:
Dieter Zeh und Wolfgang Jäckel
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